Ein Ei wie das andere? Von wegen!

Die heimische Legehennenhaltung ist im wahrsten Sinne des Wortes „federführend“. Mehr als 80 Prozent der Frischeier erfüllen die hohen Standards des AMA-Gütesiegels.

Erstellt am 05. Januar 2022 | 00:12
Lesezeit: 3 Min
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Die Stallungen werden immer tierfreundlicher. Hier ein „Wintergarten“ für die Hennen.
Foto: AMA-Marketing

In Eier-Sammelzentren, sogenannten Packstellen, werden die angelieferten Eier auf Verschmutzungen oder Beschädigungen geprüft und nach Größe sortiert. Es werden ausschließlich bereits auf den Bauernhöfen gekennzeichnete Eier angenommen. So ist sichergestellt, dass jedes Ei genau zum Herkunftsbetrieb zurückverfolgt werden kann, denn: „Die Mühe, den Stempel wieder herunterzukratzen und zu ersetzen, das tut sich keiner an“, weiß Genia Hauer, die als Bereichsleiterin Qualitätsmanagement auch für Eier verantwortlich ist.

Woher ein Ei stammt, können dabei nicht nur die AMA-Expertin und der AMA-Experte herausfinden, sondern jede Konsumentin und jeder Konsument. Denn in der österreichischen Eierdatenbank (www.eierdatenbank.at) kommt man dem Grundnahrungsmittel auf die Spur. Hier lässt sich einfach der auf dem Ei aufgestempelte Erzeugercode eingeben und schon sieht man nicht nur die Haltungsform, sondern auch Name und Anschrift des Legehennenhalters.

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Im Sammelzentrum werden die angelieferten Eier auf Herkunft und korrekte Kennzeichnung kontrolliert.
Foto: AMA-Marketing

Bereits seit 2005 müssen alle Eier in der EU mit einem Code gekennzeichnet werden. Größere Betriebe in Österreich haben meist eine Stempelmaschine, kleine Bauern stempeln dagegen von Hand. Die auf den ersten Blick verwirrend wirkenden Zahlen und Buchstaben lassen sich ganz einfach entschlüsseln: Die erste Zahl auf dem Ei gibt die Haltungsform an: 0 bedeutet Bio, 1 ist Freilandhaltung, 2 Bodenhaltung und 3 die Käfighaltung.

„Käfighaltung gibt es bei AMA-Gütesiegel-Eiern nicht“, weiß Genia Hauer. „Was derzeit noch ein Kritikpunkt ist, ist die Tatsache, dass der Handel mit Eiern aus Käfighaltung in der EU erlaubt ist“, meint Hauer. Das AT auf dem Ei steht für Österreich, Deutschland wäre DE, Slowenien SI usw. Danach folgt die siebenstellige Betriebsnummer, die direkt zum Bauernhof führt.

Die Eierdatenbank ist bei den Österreicherinnen und Österrreichern durchaus beliebt. Mit dem „Quick egg check“ kann man online die Herkunft der Eier ganz einfach erfahren. Genia Hauer bestätigt: „Man sieht richtig, wie die Zugriffszahlen am Freitag und Samstag nach oben gehen, wenn die Menschen vom Wochenendeinkauf nach Hause kommen und nochmals überprüfen, woher die gekauften Eier stammen.“

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Die Eier werden genau durchleuchtet und nicht einwandfreie werden aussortiert.
Foto: AMA-Marketing

So kommt auch den einfachen Haushalten eine Kontrollfunktion zu. Natürlich kontrollieren aber vor allem die Experten der AMA direkt vor Ort. „Unsere Vor-Ort-Kontrollen werden nur kurzfristig vorher angekündigt. Überkontrollen finden immer unangekündigt statt“, betont Genia Hauer, die bei ihren Rundgängen vor allem auf das Tierwohl achtet.

Dazu gehört auch die passende Besatzdichte. Aber wie lässt sich diese feststellen, wenn sich tausende Legehennen am Boden eines Stalls oder gar auf einer Wiese tummeln? „Das machen wir im Grunde rechnerisch. Es gibt Junghennenzertifikate, an denen wir sehen, wie viele Tiere wann eingestallt worden sind. Diese lassen sich mit den Abrechnungen der Suppenhennenschlachtbetriebe und der Legeliste abgleichen und so stellen wir dann fest, ob das Platzangebot für die Legehennen bei einem Betrieb passt.“

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Foto: AMA-Marketing

Das ist einer der Gründe, weshalb auf die richtigen Dokumentationen besonders viel Wert gelegt wird. Ein Punkt, der im AMA-Gütesiegel-Programm ebenfalls besonders streng kontrolliert wird, ist das Thema Salmonellen. Genia Hauer: „Wenn eine unserer bei einer Kontrolle entnommenen Proben eine Salmonellenart aufweist, wird der Stall sofort gesperrt. Das ist einfach eine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme unsererseits, um höchste Qualität zu garantieren.“

INFOS: www.amainfo.at

Entgeltliche Kooperation mit der AMA

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Foto: AMA