Ganz besonders normal

Milch von der Alm ist etwas Besonderes und gleichzeitig etwas ganz Normales.

Erstellt am 15. Dezember 2021 | 00:00
Lesezeit: 3 Min
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Die Kühe fressen Blumen, Gräser und Kräuter von den Almwiesen – das macht die Milch und den Käse besonders aromatisch.
Foto: Foto AMA-Marketing

Seit mehr als tausend Jahren sind Almprodukte Nachweis für gelebte Nachhaltigkeit. Die Landwirtschaft auf der Alm folgt dem Rhythmus der Natur. Almwirtschaft ist gleichzeitig tief in Traditionen verwurzelt, um nicht zu sagen, sie ist die Tradition, und sie kann als Modell für zukünftige landwirtschaftliche Entwicklungen gesehen werden.

Almwirtschaft schützt Natur und Umwelt. Sie bewahrt einzigartige Kulturlandschaften, die nicht zuletzt für Erholungssuchende von großer Bedeutung sind. Nicht selten sind die Almen des Sommers die Skipisten des Winters.

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Almwirtschaft schützt Natur und Umwelt. Sie bewahrt einzigartige Kulturlandschaften, die nicht zuletzt für Erholungssuchende von großer Bedeutung sind.
Foto: AMA-Marketing

Besonderes Aroma

Almprodukte nehmen bei Lebensmitteln eine Sonderstellung ein. Die Almwiesen, auf denen die Tiere ihr Futter finden, sind aufgrund der Bedingungen in den Höhenlagen reich an Blumen, Gräsern und Kräutern. Das macht Milch und Käse von der Alm besonders aromatisch.

Ein Teil der Almmilch wird auf der Alm selbst verarbeitet, hauptsächlich zu Almkäse und Butter. Der andere Teil wird abgeholt und von den Molkereien zu AMA-Güte- oder Biosiegel-Produkten verarbeitet. Und das geschieht, bei aller Liebe zur Tradition, topmodern.

AMA-Kontrolle

Jede Milchkuh hat schon als Kalb ein wichtiges Merkmal erhalten, mit dem sie ein Leben lang identifiziert werden kann. Die Ohrmarke. Neu geborene Kälber müssen mit einer elektronischen Ohrmarke am linken Ohr und einer konventionellen am rechten Ohr gekennzeichnet werden. Bei allen Rindern werden in der AMA Daten wie Geburtsdatum, Muttertier und Meldung von Verkauf und Zukauf digital gespeichert.

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Foto: AMA-Marketing

Lebt eine Milchkuh auf einem der AMA-Gütesiegel-Bauernhöfe – es gibt rund 26.000 davon in Österreich –, dann muss die Milch den zahlreichen Vorgaben der AMA-Richtlinien entsprechen. Entlang der Kette werden das Futter, die Tierhaltung und die Qualität bei der Verarbeitung in der Molkerei kontrolliert. Das gilt für alle AMA-Gütesiegel-Milchprodukte.

Chip am Milchtank

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Ein Teil der Almmilch wird auf der Alm selbst verarbeitet, hauptsächlich zu Almkäse und Butter.
Foto: AMA-Marketing

Gleich nach dem Melken wird die frisch gemolkene Milch in Milchtanks gesammelt und rasch gekühlt. Der Transport der Milch in die Molkerei erfolgt meist im zweitägigen Rhythmus. Das elektronische System im Sammelwagen speichert die Daten des Lieferanten durch einen Identifikationschip am Milchtank. Die genaue Milchmenge wird erfasst.

Bei der Abholung der Milch mit Tankwagen wird automatisch eine Milchprobe gezogen. Im besten Sinne der Qualitätssicherung wird diese Probe bereits am Weg in die Molkerei auf unerwünschte Inhaltsstoffe oder Rückstände analysiert. Nur die beste (Roh-)Milch darf in der Molkerei abgeladen werden.

Garantierte Herkunft bedeutet also, dass die Milch auf einem österreichischen AMA-Gütesiegel-Bauernhof gemolken wurde und auch in Österreich verarbeitet und verpackt wurde.

Dank der AMA-Kontrolle ist AMA-Gütesiegel-Milch, auch von der Alm, sehr umfangreich überprüft – darauf kann vertraut werden.

INFOS: www.amainfo.at

Entgeltliche Kooperation mit der AMA

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Foto: AMA