Heute schon fermentiert? Lust aufs Selbermachen?

Mit heimischen Lebensmitteln einfach ein Genuss!

Erstellt am 08. Oktober 2021 | 05:19
Heute schon fermentiert?
Foto: LK NÖ

Das Kochen und Backen in der eigenen Küche gewinnt wieder an Bedeutung und so mancher entdeckt die Liebe zum Selbstgemachten und wird zum Hobbykoch.

Gerade das Thema Fermentieren findet immer mehr Zuspruch. Mit Kreativität, Gemüse, Salz und Zeit kann jeder seine eigenen fermentierten Spezialitäten herstellen.

Fermentieren – was ist das eigentlich?

Bakterien in unserer Küche? Und das soll gesund sein? Schmecken soll es auch, heißt es? Überall hört und liest man momentan vom Fermentieren – es wird also Zeit, dem Prozess der Fermentation genauer auf den Grund zu gehen. Wir sind umgeben von Milliarden von Mikroorganismen, und die meisten dieser Mikroorganismen sind im Grunde sehr gut für uns. Im Fall der Fermentation handelt es sich um Milchsäurebakterien, die wir uns für Haltbarmachung, bessere Bekömmlichkeit und einen besonderen Geschmack der Lebensmittel zunutze machen. Milchsauer vergorene Nahrungsmittel findet man auf der ganzen Welt. Auf Sauerkraut, Käse, Sauerteigbrot und Co. will man als Österreicher bestimmt nur ungern verzichten. Fermentieren betrifft uns also sowieso – dann können wir es auch mal selbst ausprobieren. Dem Geschmack und der Gesundheit zuliebe.

Haltbarmachen wie zu Omas Zeiten

Früher war es selbstverständlich in Zeiten des Überschusses und der Ernte, für die kargeren Monate des Jahres vorzusorgen. Es galt die Fülle von Obst und Gemüse zu konservieren, um auch im Winter aus dem Vollen schöpfen zu können.

Die Zeiten haben sich geändert, zwölf Monate im Jahr ist im Supermarkt quasi alles verfügbar, meist sogar zu Dumpingpreisen. Der Preis ist zwar der gleiche, es zahlen nur andere dafür. Zum Glück dürfen wir im Moment ein großes Umdenken miterleben. Der bewusste Verzicht auf Erdbeeren im Winter und der Griff zum saisonalen und regionalen Gemüse ist wieder im Kommen.

Wer das Glück hat, einen Garten sein Eigen zu nennen, weiß, was es heißt, im Sommer und Herbst täglich enorme Mengen zu ernten. Unmöglich, alles auf einmal zu essen. Es wird also fleißig eingekocht, gedörrt, eingefroren und fermentiert. Im Gegensatz zu den anderen genannten Konservierungsmethoden ist das Fermentieren die einzige Methode, die ganz ohne zugeführte Energie auskommt. Salz und Zeit, mehr braucht man dafür nicht. Fermentieren ist somit ein fixer Bestandteil einer nachhaltigen Ernährung.

Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich bietet nicht nur zum Thema „Fermentieren – Gemüse haltbar gemacht“ spannende Cookinare und Kochseminare an - unter anderem werden auch die Themen Brotbacken mit Sauerteig, Wintergemüse und Karpfen behandelt.

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LK NÖ

Ein weiterer Tipp für all jene, die Freude am Kochen und Backen haben und ihre Kenntnisse vertiefen wollen, sind die UrGut! Kochseminare.

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Ebenso werden UrGut! Rezeptbroschüren angeboten. Erhältlich sind die Rezepthefte unter www.seminarbauerinnen-noe.at oder per E-Mail: urgutkochen@lk-noe.at bzw. telefonisch unter 05 0259 28200.