NÖ: 96 Haubenlokale und das Wirtshaus des Jahres 2021. In Guntersdorf liegt Österreichs "Wirtshaus des Jahres", aus Wagram ob der Traisen kommt die "Entdeckung des Jahres", aus Gobelsburg kommt der "Sekt des Jahres". Und: 96 Lokale mit ein bis vier Hauben kochen in Niederösterreich - so die druckfrische Ausgabe des Gault&Millau-Gourmetguides für 2021.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 04. Dezember 2020 (15:08)
Auch im jüngsten Gault&Millau-Guide der beste Koch im (niederösterreichischen) Land: Thomas Dorfer, im Bild mit Gattin Susanne Dorfer-Bacher vor dem Landhaus Bacher in Mautern.
Nafez Rehruf

"Gerade in schwierigen Zeiten ist ein umfassender Guide unverzichtbar." Meinen Karl und Martina Hohenlohe. Denn: "Es gibt eine Menge nachzuholen und noch mehr zu entdecken." Zum Beispiel die 24 neuen Haubenlokale, die allein im Corona-Jahr 2020 in ganz Österreich dazugekommen sind. 

In Niederösterreich sind es aktuell 96 Gasthäuser, Restaurants und mehr, die sich mit einer Haube schmücken dürfen. Und all die stehen auch im brandneuen Gault&Millau-Guide 2021, der gerade herausgekommen ist. Und der nicht nur Kochkunst und Gastfreundlichkeit, sondern auch Leidenschaft, Hingabe, Ausdauer und Innovation "mehr denn je berücksichtigt". Fünf Hauben gab es auch in der 42. Ausgabe des Gourmetguide für Niederösterreich nicht, dafür, wie schon die letzten Jahre, vier Hauben und 18,5 (von 20) Punkten für Niederösterreichs besten Koch, Thomas Dorfer in Lisl Wagner-Bachers Landhaus Bacher in Mautern. Vier Hauben mit 17 Punkten erkochte sich Toni Mörwald in seinem Toni M. in Feuersbrunn, drei Hauben mit 16,5 Punkten die Hofmeisterei Hirtzberger in Wösendorf.

Aber nicht nur Hauben, sondern auch ganz besondere Sonderpreise gingen diesmal nach Niederösterreich. So steht laut Gault&Millau 2021 das "Wirtshaus des Jahres" an der Kreuzung, nämlich im Weinviertler Guntersdorf, und wird von Manfred und Martina Hausgnost geführt. Die "Entdeckung des Jahres" lebt und arbeitet in Wagram ob der Traisen, macht in seinem Bioweingut feine Weine und heißt Viktor Fischer. Die "Weinkarte des Jahres mit Österreich-Schwerpunkt" liegt im Gasthaus von Erwin Schwarz in Nöhagen am Gasthaustisch. Und der "Sekt des Jahres" wurde laut Gault&Millau 2021 in Schloss Gobelsburg im Kamptal gekeltert und hat Blancs de Blancs NV am Etikett stehen. 

"Unsere Bewertungen", meint Herausgeberin und Wahl-Weinviertlerin Martina Hohenlohe über das diesjährige Gault&Millau-Jahr, "sind natürlich objektiv und seriös, in der Stimmungslage aber so positiv wie möglich." Denn: Man habe gerade heuer "nicht das sprichwörtliche Haar in der Suppe" gesucht.

Zu haben ist der Gault&Millau Österreich 2021 Restaurantguide, ebenso wie der Wein- und der neue Hotelguide ab heute, Freitag, im Buchhandel. Mehr unter www.gaultmillau.at