Kalt & köstlich: Suppen für den Sommer. Nicht nur Jausen, Torten und Co. können kühlen. Auch Suppen können kalt genossen werden. Zum Beispiel mit Gurken oder Melone. Beim Dekorieren und Verfeinern kann man experimentieren.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 28. August 2019 (05:25)
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Im Sommer braucht man manchmal Abkühlung. Und die kann auch aus der Suppenschüssel kommen. Wie etwa mit einem Gazpacho.

Wenn es draußen heiß ist, muss es das nicht auch auf dem Teller werden. So ist die Sehnsucht manchmal groß nach coolen Speisen und Getränken. Nach Eiskaffee etwa oder griechischem Salat, nach einer kalten Platte, Käse und Aufstrichen beispielsweise anstelle von heiß dampfenden und wärmenden Wintergerichten. Oder auch nach kalten Suppen. „Wir hatten jetzt eine kalte Holler-Suppe und eine Marillen-Paradeis-Suppe mit Chili und Nachos auf der Karte“, erzählt etwa Stefan Sulzer vom Landgasthof Fally in Kirchberg am Wechsel. „Das kommt gut an.“

Wird die Suppe gekocht, dann lässt man die Zutaten aufkochen, mixt alles und lässt sie dann abkühlen. Das kann auch schon am Vortag passieren. Worauf man bei kalten Suppen seiner Meinung nach achten sollte? „Warme Suppen schmecken intensiver“, verrät Sulzer. Daher kann man kalte Suppen durchaus auch leicht überwürzen.

Ein ungekochter Kalte-Suppen-Klassiker ist Gazpacho. Eine Gurke, ein Kilo Paradeiser und zwei Paprika (vom Kerngehäuse befreit) grob schneiden. Zwei Knoblauchzehen schälen und klein hacken. Gemeinsam mit in Wasser eingeweichtem Weißbrot fein pürieren. Salz, Pfeffer, Weißweinessig, Olivenöl und Gewürze dazu. Und: Mixen! In manchen Rezepten werden die Paradeiser kurz überbrüht und geschält, in anderen kommt Tomatensaft hinzu oder auch Zwiebeln und Suppe.

Sonnentor wiederum nimmt fürs Weißbrot fünf Scheiben Ciabatta, Adios Salz! Gemüsemischung Gartengemüse bio zum Würzen und eine halbe Paprika , die dann in kleine Würfel geschnitten die kalte Suppe garniert. Andere streuen etwa fein gehackte Petersilie oder Oregano darüber oder Weißbrotwürfel.

Wer es süß mag, vielleicht auch als Dessert, kann die Erdbeer-Melonen Suppe mit Flower-Power von Sonnentor versuchen (siehe Rezept). Wer es hingegen cremig liebt, der lässt sich vielleicht eine Gurken-Avocado Suppe schmecken. Dabei werden Avocadofruchtfleisch, das man gleich nach dem Aus-der-Schale-Löffeln sofort mit Zitronen- oder Limettensaft beträufelt, und geschälte und bei Bedarf entkernte Gurken in grobe Stücke geschnitten und fein püriert.

Je nachdem, wie flüssig man es mag, kommt Wasser hinzu. Hier empfiehlt Sonnentor übrigens die Gute-Laune-Gewürzmischung und in feine Scheiben geschnittene Radieschenscheiben und Frühlingszwiebel als Deko. Eine kalte Gurkensuppe mit Avocado aufzupeppen, rät übrigens auch Diätologin Daniela Pfeiffer aus Leobersdorf. Denn: Avocados bieten hochwertige, ungesättigte Fettsäuren. Und die helfen dabei, Vitamin A, D, E und K besser aufzunehmen.

Einige Tipps der Diätologin:

  • Als Basis eine Gemüsesuppe verwenden – anstelle einer Fleisch- oder Knochensuppe.
  • Zum Verfeinern der Suppe lassen sich hochwertige Öle, wie etwa Raps- oder Olivenöl, verwenden. Greift man zu kalt gepressten Ölen, und wird die Suppe zuvor gekocht, sollte man warten, bis sie kalt ist. Am besten kurz vor dem Anrichten erst drüberträufeln.
  • Kalte Suppen verfeinern kann man auch mit Nüssen, Keimlingen, etwas Sesam oder Kresse.  Auch Rucola oder Joghurt können zum Einsatz kommen, so Pfeiffer.