Gründonnerstag: So mögen wir unseren Spinat am liebsten. Der Gründonnerstag ist – obwohl er in der ursprünglichen Bedeutung gar nichts mit der Farbe Grün zu tun hat – fest mit Spinat verbunden. Wie eine aktuelle Studie im Auftrag von iglo Österreich zeigt, kommt bei mehr als der Hälfte der Österreicher am Gründonnerstag Spinat auf den Teller, meist klassisch als Cremespinat mit Spiegelei und Erdäpfeln.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 10. April 2019 (14:19)
Shutterstock/Nataliya Arzamasova
Symbolbild

Am 18. April ist Gründonnerstag. Und wie eine aktuelle Umfrage unter 1.000 Österreicherinnen und Österreichern im Auftrag von iglo Österreich (durchgeführt von marketagent.com) zeigt, erfreut sich Spinat an diesem Tag großer Beliebtheit: Mehr als die Hälfte der Österreicher (52,1 Prozent) isst an diesem Tag Spinat – Frauen mit 57,6 Prozent sogar noch häufiger als Männer (46,6 Prozent).

Und auch regional gibt es starke Unterschiede, denn die Spinat-Liebhaber leben in den südlicheren Bundesländern, ganz im Westen landet Spinat am Gründonnerstag nicht einmal bei jedem Dritten auf dem Teller.

Wenn aber Spinat gegessen wird, dann hat der Klassiker unter den Spinatgerichten an diesem Tag eindeutig die Nase vorne: Mehr als ein Drittel entscheidet sich für Cremespinat – mit Spiegelei und Erdäpfeln. 

10,6 Mio. Packungen Spinat pro Jahr

Insgesamt wanderten 2018 10,6 Mio. Packungen Spinat über österreichische Ladentische. Jeder Haushalt kaufte im Schnitt 2,7 Packungen Tiefkühlspinat. Die Schwarzerdeböden und das ganz besondere pannonische Klima ergeben optimale Anbaubedingungen für das grüne Blattgemüse. Die mäßig kalten Winter und heißen Sommer mit vielen Sonnenstunden – rund 1900 pro Jahr –, liefern große Mengen an Energie, um Nährstoffe in Form von Mineralstoffen in den Pflanzen einzulagern, so dass diese auch Vitamine bilden.

Schnelle Verarbeitung und Blitzfrieren erhält Vitamine und Nährstoffe

Erntezeit ist in der Regel zwei Mal pro Jahr: einmal im Frühjahr und einmal im Spätherbst. Der optimale Erntetermin wird mit einem Temperatursummenmodell berechnet und nur freigegeben, wenn zeitlich Kapazitäten zur raschen Weiterverarbeitung zur Verfügung stehen. So gelangt der frisch geerntete Spinat innerhalb weniger Stunden auf direktem Wege vom Feld in die Packung. Davor wird die Qualität kontrolliert, der Spinat wird gewaschen und kurz blanchiert. Danach geht es zum Blitzfrieren bei Minus 30 Grad Celsius. So werden Vitamine, Aroma und Nährstoffe optimal erhalten.

Denn wie Ergebnisse von Studien belegen, ist tiefgefrorener Spinat vitaminreicher als frischer Spinat, der einige Zeit vom Feld bis in den Supermarkt unterwegs war. Der Grund hierfür ist ganz einfach: Bei der normaler Lagerung verliert Spinat Stunde für Stunde und Tag für Tag wichtige Vitamine. Beispiel: Der durchschnittliche Vitamin C-Verlust bei einer Temperatur von 4°C liegt bei Spinat bei rund 10 Prozent täglich. Bei tiefgekühlter Lagerung sind jedoch nach 12 Monaten immer noch rund 70 Prozent des Vitamin C-Gehalts vorhanden. (Quelle: Colworth Laboratory, D.J. Favell, Sharnbrook, Bedford, UK, revised version July 1997)