Schwester Analucia teilt ihr Wissen rund um Kräuter. Schwester Analucia von den Steyler Missionsschwestern im Kloster St. Koloman in Stockerau gibt Einblicke in ihre Arbeit im Kräutergarten und praktische Tipps zur Verwendung.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 18. März 2021 (05:04)
Schwester Analucia ist Expertin für Kräuter.
Kloster St. Koloman

„Was wäre ein Klostergarten ohne Kräuterbeete mit den Kräutern für Tee und das Kräutersalz?“, fragt Schwester Analucia Waismayer von den Steyler Missionsschwestern in Stockerau. Die Ordensfrau freut sich auf das Wiedererwachen der Natur im Heilkräutergarten des Klosters St. Koloman. Schwester Analucia ist seit 69 Jahren im Orden und übernahm nach ihrem aktiven Dienst als Diplomkrankenschwester die Arbeit an den Kräuterbeeten.

Wer in diesem Jahr auf selbst angebaute Kräuter nicht verzichten möchte, sollte sich jetzt über den Anbau informieren. Dazu gibt Schwester Analucia Einblick in ihre Arbeit im Kräutergarten. Wichtiges Wissen und praktische Tipps zu dem Thema versammelt auch das Buch „Kräuter richtig anbauen“ von Gartenexpertin Andrea Heistinger.

Das notwendige Wissen über die Heilpflanzen hat sich Schwester Analucia selbst erarbeitet. Im Frühling beginnt auch schon die erste Ernte: „Die reinigende Wirkung von Bärlauch, Brennnessel und Löwenzahn ist Allgemeinwissen“, sagt die Ordensfrau. Diese Kräutergewächse werden gern in der Klosterküche verwendet: „Manche genießen Bärlauch auf dem Frühstücksbrot. Brennnesselknödel sind auch ein Leckerbissen. Löwenzahnsalat ist ein Teil des Mittagessens“, berichtet sie.

Minze und Melisse für die Teemischung

Welche Kräuter kann Schwester Analucia für den Anbau empfehlen? „Schoko-Minze, Apfelminze und Grüne Minze sind pflegeleicht und wachsen gut in unserem Garten. Ebenso Melisse und Zitronenmelisse. Minze und Melisse sind fixer Teil der Teemischung bei uns im Kloster“, berichtet die Ordensfrau. Salbei und Schafgarbe sammelt sie für die speziellen Bedürfnisse der Mitschwestern, Spitzwegerich und Thymian als Beigabe für Tee in der kühlen Jahreszeit.

„Wir haben uns auch sehr gefreut, als der Lindenbaum das erste Mal blühte – laut Kräuterbuch sind dies wertvolle Beigaben zum Hustentee“, erklärt sie. Besonders empfiehlt sie zudem die Odermennig-Pflanze: „Eine Odermennig-Kamille-Mischung ist ein Magen-Darm-Tee mit wohltuender Wirkung.“ Auch über die Ringelblume freuen sich die Schwestern: „Sie wird bei uns für Tee und Salbe zur Hautpflege verwendet“, sagt Schwester Analucia.

Weitere Infos über das Kloster St. Koloman und die Aktivitäten der Steyler Missionsschwestern gibt es unter www.ssps.at .