Elektroautos machen Bio-Kisten noch umweltfreundlicher. Regionaler Gemüsegenuss, selbst im Winter. Monika Jasanskys Bio-Gemüsekisten machen es möglich und sind obendrein noch klimafreundlich.

Von Tanja Holzer. Update am 18. Januar 2021 (17:50)
Symbolbild
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Seit 30 Jahren liefert Monika Jasanksy aus Bad Erlach wöchentlich Gemüse aus ihrer Biogärtnerei an mittlerweile 250 Kunden im Wiener Becken aus. Vor allem seit den letzten Jahren wollen sie und ihr Team der sogenannten „Last Mile“ entgegenwirken. Das ist der Weg vom Verkaufsort zum Kunden nach Hause, für den viele Österreicher das Auto verwenden. „Wir haben in den letzten Jahren den Ab Hof-Verkauf reduziert und stattdessen einen zusätzlichen Auslieferungstag eingeführt. Die Leute sind früher mit großen Autos zu uns gekommen. Jetzt liefern wir umso mehr mit unserem eigenen Elektroauto aus“, erzählt Jasansky.

Biologisch, regional und saisonal – die Mischung macht’s

Für eine gute Umweltbilanz sei die Kombination aus biologischen, regionalen und saisonalen Lebensmitteln essenziell, so der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Dennoch werde vieles importiert. Ein Kilogramm spanische Tomaten verursache rund 680 Gramm CO2 Emissionen. 400 Gramm davon entfallen allein auf den Transport. Stammt das Gemüse noch dazu aus einem herkömmlich beheizten Glashaus verschlechtere sich die CO2 Bilanz noch massiver. Deshalb beheizt Jasanky ihr Glashaus mit einer thermischen Solaranlage. Ausgeliefert wird das ausgewachsene Bio-Gemüse per Elektroauto.

Nicht nur Kilometer, sondern auch Transportmittel entscheidend

Neben der Transportstrecke spielt auch das Transportmittel eine entscheidende Rolle, wie der VCÖ betont. Dabei ist die Maßeinheit Tonnenkilometer ein wichtiger Faktor. Sie gibt an, wie viel CO2 ausgestoßen wird, wenn eine Tonne Ware einen Kilometer transportiert wird. Dabei schneidet das Flugzeug im Vergleich am schlechtesten ab. Rund 1,5 Kilogramm CO2 werden pro Tonnenkilometer freigesetzt. Bahntransporte sind mit sechs Gramm CO2 Ausstoß pro Tonne die klimafreundlichen Spitzenreiter.

Dieser Beitrag wurde in einer Lehrveranstaltung im Zuge einer Kooperation mit dem Bachelor-Studiengang Medienmanagement an der FH-St. Pölten erstellt.