Spargel im Glas: Edeltraud Beer aus Schrems gibt Tipps. Einkochen liegt wieder im Trend, spart Ressourcen und macht obendrein auch Spaß. Viele unserer MitbürgerInnen wissen noch genau wie es geht. Eine davon ist Edeltraud Beer aus Schrems, die uns folgende Tipps gibt.

Von NÖN Leserreporter. Erstellt am 23. April 2020 (10:17)
Anna Shepulova

Ich koche meine Gläser im Einkochautomaten ein. Dabei handelt es sich um nichts anderes als um einen großen Topf, wie man ihn auch als Punschkocher bei den Adventstandeln verwendet.

Edeltraud Beer aus Schrems
zVg

Er hat einen Deckel, das ist wichtig, und einen Auslaufhahn. Die Gläser müssen in dem Topf zu ¾ im Wasser stehen. Der Hahn ist praktisch, denn damit kann man das Wasser wieder einfach entleeren. Man stellt die Zeit und die Temperatur ein. Fertig. Gläser nehme ich entweder Rex Gläser oder ganz einfache Schraubgläser.

Dabei können auch gebrauchte Gläser von Marmeladen, Salaten, Essiggurkerln, … verwendet und so Plastik vermieden werden. Viele Leute haben im Keller Gläser, die sie gerne los werden. Meine Freunde sammeln auch für mich. Die Beschichtung, die als Dichtung beim Schraubverschluss dient, muss allerdings in Ordnung sein. Man kann auch separat neue Deckeln kaufen.

Ich verwende zum Einkochen verschiedenstes Obst und Gemüse nach Saison. Jetzt beginnt zum Beispiel die Spargelzeit.

Spargel waschen, schälen und in Stücke schneiden. In die vorbereiteten Gläser füllen und mit Salzwasser übergießen. Grundregel: kaltes Wasser in kalte Gläser, heißes Wasser in heiße Gläser. Aber, das Glas darf nicht ganz angefüllt werden, es muss noch zweifingerbreit unter dem Rand freigelassen werden.

Dann bleiben die Gläser 120 Minuten bei 100° im Automaten. Anschließend werden sie herausgenommen und zum Abkühlen auf ein Geschirrtuch gestellt und abgedeckt. Die Gläser fangen dann an zu ploppen, was ein schönes Geräusch ergibt. So kann man sicher sein, dass das Produkt lange hält.