Ausgezeichnetes Weingut in Spitz in der Wachau. Das Weingut Hofstätter holte bei der NÖ Landesweinprämierung 2020 den Titel „Weingut des Jahres“ mit Siegen in den Kategorien Riesling sowie Sortenvielfalt weiß mit dem Neuburger.

Von NÖN Sonderjournal-Redaktion und Christiane Buchecker. Erstellt am 06. Oktober 2020 (05:01)
Privat und beruflich ein eingespieltes Team: Petra Schöberl und Wolfgang Hofstätter.
Nimo Zimmerhackl

Von St. Michael über Spitz bis Schwallenbach in der Wachau hat die Winzerfamilie Hofstätter ihre Weingärten – in Toplagen mit klingenden Namen wie Steinporz, Singerriedel oder 1000-Eimerberg. In dritter Generation spielen der Grüne Veltliner und Riesling, der Chardonnay und Weißburgunder und der Muskateller und Neuburger im Arbeitsleben der Hofstätters die erste Geige.

Das beste Weingut des Landes

Weinfreunden und Weinkennern ist der Name schon lange ein Begriff – medial verstärkt in aller Munde seit der Auszeichnung „Weingut des Jahres“ bei der NÖ Landesweinprämierung 2020 – übrigens mit Siegen in den Kategorien Riesling sowie Sortenvielfalt weiß mit dem Neuburger. „Es ist eine schöne Bestätigung für unser aller Arbeit“, freut sich Wolfgang Hofstätter.

„Beste Weine keltern“, das will Wolfgang Hofstätter, Chef des Weingutes des Jahres.
Nimo Zimmerhackl

Beste Qualität in den Weinflaschen – das ist das oberste Ziel. Aus diesem Grund hat sich das Weingut Hofstätter als Mitglied der Vinea Wachau dem Codex Wachau und der Charta des reinen natur-belassenen Weines verpflichtet.

Was heißt das im Detail? „Wir keltern nur Trauben aus der Wachau – auch für mögliche Basis-Weine gibt es keinen Zukauf aus anderen Weinbaugebieten. Weiters wird jede Traube von Hand gelesen, und es gilt für unsere drei Qualitätsstufen ein Aufbesserungsverbot – nur die Zuckergradation und die Reife der Traube bestimmen die Qualität“, erklärt Wolfgang Hofstätter, seit 2012 Kellermeister und Herr über die Weingärten. Privat und beruflich an seiner Seite Petra Schöberl, der kreative Kopf des Betriebes. Zum Familienteam gehören auch noch der Senior Franz, der fest im Traktorsattel sitzt, und seine Frau Traudi, bei der die Fäden im Betrieb zusammenlaufen.

Weingärten sind Wurzel und Zukunft

Und so wird gemeinsam an einen Strang gezogen, auch wenn es manchmal schwieriger ist, wie jetzt nach dem Hagel vor einigen Wochen. „Es sind zirka zwei Drittel unserer Weingärten betroffen. Burgberg, Singerriedel, Steinporz und 1000-Eimerberg hat es unterschiedlich stark erwischt. Bei der heurigen Ernte werden wir unser Bestes tun, um die noch gesunden Trauben mit bester Qualität zu ernten“, verspricht Hofstätter, der aus Erfahrung weiß: „Mit dem Hagelereignis haben wir aber leider noch länger zu kämpfen, bis hin zum Rebschnitt im kommenden Winter.“ Vermehrter Einsatz also in den Weingärten, dem Herzstück des Weinbaubetriebes. „Die Wurzel und die Zukunft“, wie Hofstätter sagt. Im Keller, ist der Winzer überzeugt, ist weniger mehr, denn: „Die maximale Qualität wächst und entsteht im Weingarten. Von da an gilt es, alles nur noch in die richtigen Bahnen zu lenken und, wenn nötig, leicht korrigierend einzugreifen.“ Damit sie letztlich saftig und stoffig, terroirbetont und langlebig sind, die Hofstätter-Weine.

Und am Ende des Tages, wenn die Hofstätters nicht gerade ihre Gäste mit Schmankerln beim einmal im Jahr im Sommer stattfindenden Heurigen verwöhnen, gönnt sich der Chef des Weingutes des Jahres gerne einen Muskateller-Spritzer zum Durstlöschen. Oder ein Glas Riesling – zum Genießen und Innehalten.

www.weingut-hofstaetter.at