Die "Wein-Kooperation". Bayern, NÖ und das Burgenland wollen bei Vermarktung regionaler Spezialitäten kooperieren.

Von Susanne Müller. Erstellt am 18. Mai 2015 (09:08)
NOEN, Foto: Müller
Kooperation über die Grenzen hinweg: Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager, Landesrat Stephan Pernkopf, Staatsminister Helmut Brunner, Burgenlands Landesrat Andreas Liegenfeld und der fränkische Weinbaupräsident Artur Steinmann (v.l.).
„Die einen wollen einen Einheitsbrei, wir wollen Vielfalt“, wollte ÖVP-Agrarlandesrat Stephan Pernkopf die nun auch formell abgeschlossene Kooperation zwischen den Ländern Niederösterreich, dem Burgenland und dem Freistaat Bayern als „Gegentrend zu TTIP“ verstanden wissen. Eine regionale Partnerschaft soll künftig ermöglichen, dass die drei Länder in der „Erzeugung und Vermarktung regionaler kulinarischer Spezialitäten“ enger zusammenarbeiten, voneinander lernen und einen intensiven Erfahrungsaustausch pflegen.

Deutschland ist für die österreichische Landwirtschaft ein wichtiger Exportmarkt. Besonders mit Bayern sei die Zusammenarbeit schon bisher intensiv gewesen. „Jeder bringt seine regionaltypischen Produkte ein. Wir fühlen uns nicht als Konkurrenten, sondern als Partner“, betonte Bayerns Staatsminister Helmut Brunner, dass sich die drei Länder gut ergänzen würden. In eine ähnliche Kerbe schlug auch der burgenländische Landesrat Andreas Liegenfeld: „Ein starkes Europa braucht starke Regionen, und die müssen sich vernetzen und gegenseitig austauschen.“

Der Schwerpunkt der Kooperation soll auf dem Wein liegen, weshalb der Kooperationsvertrag am Weingut von Franz Netzl im Weinbaugebiet Carnuntum unterzeichnet wurde.