Auftakt für Lehrpfad der Bäuerinnen aus der Region Schwechat

Erstellt am 24. Mai 2022 | 14:12
Lesezeit: 3 Min
Die neue „Ackerkultour“, dieses Mal durch Felder von Wienerherberg, ist seit Sonntag eröffnet.
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Auf einem Rundweg von drei Kilometern laden die Bäuerinnen wieder dazu ein, gemütlich sieben Stationen mit unterschiedlichen Ackerkulturen näher kennenzulernen. Die Eröffnung des Lehrpfades in der Wienerherberger Lahmgruam war am Sonntag gut besucht. Am Start begrüßten die Bäuerinnen Waltraud Wailzer und Brigitte Vehzely die Ackerwanderer.

Und schon bei der ersten Station wurden unter anderem Sonnenblumenaufstrichbrote und Marillennektar gereicht. Die Ebergassinger Biobäuerinnen Eva Wittner und Elfriede Steindl plauderten hier mit Interessierten über die Fruchtfolge am Acker, den Unterschied zwischen Öl-Sonnenblumenkernen und Vogelfutter-Sonnenblumenkernen und über den Wert regionaler Produkte. „Wenn man bedenkt, wie viel Arbeit in nur einem Glas voll Sonnenblumenkernen steckt, meinte Wittner zu einem Besucher. Denn, so die Biobäuerin, nach der Aussaat, müssen die Sonnenblumen von April bis September in einem humusreichen Boden am Feld wachsen, immer wieder muss Unkraut mechanisch entfernt werden. Im Herbst, wenn die Kerne ordentlich ausgereift sind, werden die Sonnenblumen geerntet, in Lagern getrocknet und in einer Schälmühle geschält.

Bäuerinnen wollen Bewusstsein schaffen

Wittner kommt ursprünglich aus einer Landwirtschaft in Himberg und hat Roland Wittner in Ebergassing geheiratet. Sie findet die „Ackerkultour“ wichtig, um Menschen der Umgebung bewusster zu machen, wie wertvoll regionale Landwirtschaft für uns alle sei und auch zeigen, dass hier Lebensmittel am Feld wachsen, die nicht zertreten werden dürfen.

Biobäuerin Elfriede Steindl, bekannt für ihre Marillensäfte, möchte mit der Aktion auch die Landwirtschaft unter die Leute bringen. „Wenn wir mit den Landmaschinen auf der Straße zum Feld unterwegs sind, regen sich Pkw-Fahrer häufig auf, dass sie nicht gleich überholen können. Hier würde ich mir mehr Einsicht wünschen“, so Steindl. Schließlich, meinte die Ebergassingerin, produziere ihre Landwirtschaft Getreide, Mais und Soja auch für diese Menschen. Am Lehrpfad gab es noch weitere regionale Schmankerl und an der letzten Station, der Weizenstation, verwöhnte Wienerherbergs Biobäuerin Käthe Fuchs und Kolleginnen mit Kaffee und Kuchen.

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