Schwechater Multiversum wird „Event-Arena“. Betreiber wollen Halle ganz neu aufstellen. Umbenennung in „Schwechat Event-Arena“ ist bereits fix.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 28. Oktober 2020 (05:23)
Trotz Übernahme behalten die acht Mitarbeiter im Multiversum ihren Job.Jene aus dem Eventsektor wechseln zu den neuen Betreibern, das Personal im BereichInstandhaltung und Technik zur „Akron Group“.
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„Das Multiversum kennt in Wien niemand. Das ist ein schlechter Start“, nahm sich Joachim Bankel kein Blatt vor den Mund. Potenzial sehen der Eventprofi und sein Partner Lukas Grünbichler jedoch genug, wie sie im Rahmen der Pressekonferenz zum Multiversum-Verkauf untermauerten (siehe unten).

Die beidenerfahrenen Veranstaltungs-Profis Joachim Bankel und ...
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Während die Stadtgemeinde bisher für sämtliche Belange im Gebäudekomplex verantwortlich war, gilt mit dem Kaufabschluss eine Dreiteilung. Eigentümer ist die „Akron Group“. Die Kommune fungiert als Mieter der eigentlichen Eventhalle, für deren Betrieb und Vermarktung Bankel und Grünbichler verantwortlich sind. „Jeder hat seine Aufgabe“, brachte es Bankel auf den Punkt.

... Lukas Grünbichler übernehmen den Hallen-betrieb.
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Aus Sicht der langjährigen Eventprofis müsse der Veranstaltungssektor neu aufgestellt werden und es brauche eine neue Außendarstellung. Das bedeutet: Der Name Multiversum wird nach neun Jahren verschwinden. „Für uns ist Multiversum schon gestorben“, unterstrich Bankel. Sein Partner pflichtete ihm bei: „Als ich mit den Multiversum-Plänen erstmals konfrontiert war, war meine erste Idee, dass es gut wäre, den Namen zu ändern.“ Die Gründung der Betreiber-Firma „Schwechat Event-Arena GmbH“ kündigt bereits an, wohin es geht. Denn aus dem Multiversum wird zeitnah die „Schwechat Event-Arena“ – Schwechat wäre nicht zuletzt durch den Flughafen als Stadt weitgehend bekannt, das müsse man sich zunutze machen.

Einer Namensänderung können auch Eigentümer-Vertreter Stefan Ausch und Bürgermeisterin Karin Baier (SPÖ) etwas abgewinnen. „Wir werden dem Multiversum keine Träne nachweinen“, hielt die Stadtchefin fest. Natürlich betonen die neuen Betreiber, dass eine Namensänderung alleine nichts bewirke. Das sei ein erster Schritt, hält Grünbichler fest, nun gehe es darum, die Halle mit Leben zu füllen. Und hier kennt das Duo keine Grenzen – vom Tennisturnier bis zu DJ-Konzerten sei laut Bankel alles möglich. Sein Co-Chef betonte zudem, dass man Bestandskunden natürlich halten wolle.

Dafür sorgt auch eine Vereinbarung zwischen Betreibern und der Stadtgemeinde für bis zu zehn Freievents. Über diese kann die Kommune selbstverantwortlich verfügen.

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