Kein Mord, Notwehr!. Der 18-jährige Johannes Steindl stand in Verdacht, seinen Vater erstochen zu haben – es war Notwehr, sagt der Staatsanwalt.

Von Otto Havelka. Erstellt am 20. Dezember 2017 (03:08)
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Johannes Steindl undAnwalt Martin Preslmayrdürfen aufatmen: Der Staatsanwalt siehtkeinen Grund für eineMordanklage.
Havelka

Der vergangene Donnerstag war „ein Meilenstein“ für den 18-jährigen HTL-Schüler Johannes Steindl und seinen Anwalt Martin Preslmayr. Denn laut der an diesem Tag verlauteten Anklageschrift der Staatsanwaltschaft wird Steindl nicht mehr des Mordes an seinem Vater verdächtigt.

Wie die NÖN berichtete, kam es Anfang August zu einem tragisch endenden Familienzwist, bei dem Johannes die Angriffe seines als gewalttätig bekannten Vaters mit einem Messer abwehren wollte. Laut Anwalt Preslmayr stürzte dabei der Vater ins Messer. „Ein Unfall“, argumentiert der Anwalt.

Die Staatsanwaltschaft sieht das etwas anders und spricht von „übertriebener Notwehr“.

Dennoch ist der große Brocken „Mordanklage“ nun vom Tisch. In einem Schöffenprozess Ende Jänner oder Februar ist Preslmayr „guten Mutes“, das Gericht überzeugen zu können, „dass es klare Notwehr war.“ Dann könnte Steindl ohne Strafe und Vorstrafe unbelastet in seine Zukunft gehen, hofft der Verteidiger.