Bald neues Leben auf altem Brauerei-Areal. / Wiener Immobilienfirma errichtet 101 frei finanzierte Eigentumswohnungen. Fertigstellung Sommer 2016.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 02. Juli 2014 (11:12)
So soll das Wohnbauprojekt an der Ecke Brauhausstraße 4a/Friedhofsstraße 9 künftig aussehen.
NOEN, Sedlak Immobilien
Auf einem Teil des ehemaligen Brauereigeländes wird seit kurzem eifrig gebaut. Die Firma Sedlak Immobilien aus Wien errichtet dort als erstes Unternehmen 101 frei finanzierte Eigentumswohnungen auf drei, in zwei Gebäuden aufgeteilten Stiegen. Am Donnerstag fand die feierliche Grundsteinlegung statt.

Im Mittelpunkt stand dabei das Einbetonieren einer Zeitkapsel, die aus einer von Bürgermeister Gerhard Frauenberger und Bauunternehmer Wilhelm Sedlak unterschriebenen Glückwunschurkunde sowie einer aktuellen Tageszeitung und einem Satz Euro-Münzen bestand. Danach wurde zu einem Imbiss geladen, wo die anwesenden Architekten und Bauverantwortlichen den Interessierten Rede und Antwort standen.

„Das war eine Herausforderung“

Die Eigentumswohnungen werden in zwei Bauabschnitten errichtet. Beim ersten Teil ist bis Ende Dezember 2014 der Rohbau fertig. Der zweite Abschnitt entlang der Straße mit sieben Wohnungen beginnt laut Plan im Jänner 2015. Insgesamt wird mit einer Fertigstellung aller 101 Wohnungen – je nach Witterung – bis Sommer 2016 gerechnet. „Der Winter ist ausschlaggebend, ob der Zeitplan eingehalten werden kann“, erklärt Andreas Machalek, einer der beiden Architekten. Das Schwechater Bauvorhaben ist derzeit das größte Projekt der Firma Sedlak.

Der Abbruch des alten Brauereigeländes hat sich als sehr schwierig herausgestellt. Der Baggerfahrer stand etwa öfter auf den alten Gewölben. Anhand alter Bestandspläne orientierte sich der Baggerfahrer, damit er mit seinem Gefährt nicht in einen Hohlraum einbricht. „Das war eine Herausforderung“, so Machalek zur NÖN. Der untere Keller der Brauerei dient übrigens als Basis für das erste Garagengeschoß. Das geschredderte Kellermaterial wird zum Füllen der Zwischenräume benützt. Der vordere Bereich, mit dem alten Brauerei-Festsaal, ist denkmalgeschützt. Hier hat der Bienenhof Mandl seinen Sitz. Die Bienen haben bislang die Arbeiter nicht gestört.

Für Wohnungsinteressierte wurde vor Ort ein Verkaufscontainer eingerichtet, damit potenzielle Kunden nicht extra nach Wien zur Firmenzentrale fahren müssen.