Fischastadt bekommt eigenen Eislaufplatz. In der Nähe von Volksschule und Hort soll man im Winter bald eislaufen können. Die Kosten für den Platz: rund 100.000 Euro.

Von Stefanie Cajka. Erstellt am 30. Oktober 2019 (05:07)
Vom neuen Eislaufplatz sollen auch die Kinder profitieren, die in Zukunft direkt in der Stadtgemeinde eislaufen können.
Symbolfoto: Shutterstock/Nadya Eugene.

Ab Anfang nächsten Jahres soll es in Fischamend ein neues Freizeitangebot geben: Im Gemeinderat wurde einstimmig beschlossen, einen Kunsteislaufplatz anzukaufen.

„Die Vorgeschichte ist recht lustig“, lacht Bürgermeister Thomas Ram (Liste RAM). Volksschüler hätten ihm erzählt, dass sie sich einen Eislaufplatz wünschen würden. Dabei hatte er im Hinterkopf, dass es dafür die recht günstige Lösung eines Kunsteislaufplatzes gibt — denn bereits vor Jahren habe Renate Strauss (Liste Schuh) mit ihm darüber gesprochen.

"Keine Einschränkungen für Skatebegeisterte"

Nun wird aus dem Wunsch Realität. Laut Stadtrat Josef Jäger (Liste RAM) soll der Kunsteislaufplatz auf einem Teil des Funcourts errichtet werden, also in unmittelbarer Nähe zu Volksschule und Hort. Die Wahl sei auf diesen Standort gefallen, weil es dort den passenden Untergrund gäbe.

So möchte man Jäger zufolge die „Synergien nutzen“ und zusätzliche Kosten sparen, die durch eine Neuerrichtung des passenden Untergrunds an anderen Orten notwendig geworden wäre. Einschränkung soll das für alle Skatebegeisterten allerdings keine bedeuten, denn skaten könne man dort nach wie vor.

Eislaufen auch bei warmen Temperaturen

Mit Eis im herkömmlichen Sinne habe der Kunsteislaufplatz laut Jäger aber nichts zu tun. Dieser bestehe — wie es der Name schon sagt — aus mehreren Kunststoffplatten, die verlegt werden. Dementsprechend sei der Eislaufplatz temperaturunabhängig und könne auch bei Plusgraden problemlos benutzt werden.

Außerdem verbrauche man keine Energie, da eine Kühlung nicht notwendig sei. Dadurch sei die Entscheidung für einen Kunsteislaufplatz laut Ram auch im Sinne des Umweltschutzgedankens eine gute Lösung.

Die Kosten des Eislaufplatzes belaufen sich auf rund 100.000 Euro. Laut Ram rechne man jedoch noch mit Bedarfszuweisungen und Sportförderungen. Wie der konkrete Betrieb aussehen soll, werde in Arbeitsgruppen ausgearbeitet. Jäger zufolge soll der Probebetrieb voraussichtlich Anfang nächsten Jahres starten.

„Eine wunderbare Idee und ein wunderbares Projekt für die Lebensqualität der Bevölkerung“, hält Ram in Bezug auf das geplante Projekt fest, für welches es auch von der Opposition viel Zuspruch gab. Dabei betont der Bürgermeister insbesondere, dass die Kinderbetreuungseinrichtungen in Zukunft keine Anfahrtswege zu Eislaufplätzen in anderen Gemeinden mehr in Kauf nehmen müssen. Außerdem könne der Eislaufplatz auch vom Fischamender Eisstockschützenverein genutzt werden.

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