Rotes Kreuz: Geldmangel bei den Rettern in der Region. In Götzendorf ist die finanzielle Lage akut. Alle anderen Bezirksstellen kommen besser über die Runden, erhöhen aber auch die Gemeinde-Beiträge.

Von Josef Rittler, Otto Havelka, Susanne Müller und Theresa Puchegger. Erstellt am 06. Dezember 2017 (06:00)
Nicht überall ist die Lage so prekär wie in Götzendorf.
Fussi

Am Donnerstag pilgerte rund ein Dutzend Bürgermeister zu einem „runden Tisch“ in die Rotkreuz-Bezirksstelle Götzendorf. Es ging um nichts weniger als darum, ob und wie Krankentransporte von Patienten oder Unfallopfern in den Gemeinden finanziert werden können. Denn das Rote Kreuz könne das aus eigenen Mitteln nicht bewerkstelligen.

Anlass für die Finanzdebatte ist das NÖ Rettungsdienstgesetz 2017. Dort heißt es: „Die Gemeinden haben den regionalen Rettungs- und Krankentransportdienst für ihr Gemeindegebiet zu gewährleisten sowie dafür geeignete Einrichtungen zur Verfügung zu stellen.“ Demnach sind die Gemeinden auch zur Kostendeckung der Leistungen der Rettungsorganisation verpflichtet, mit der sie einen Vertrag haben.

Genau das ist der heikle Punkt: Bislang zahlten die Gemeinden 4,80 Euro pro Einwohner und Jahr als Beitrag zum Rettungsdienst an die Dienststelle Götzendorf. Laut Bezirksstellenleiter Patrick Taus wären aber zehn Euro pro Einwohner nötig, um einen kostendeckenden Betrieb aufrechterhalten zu können. Laut Verordnung können von den Gemeinden bis zu 12 Euro verlangt werden.

In der Sitzung am Donnerstag einigte man sich auf einen Kompromiss von sieben Euro.

Was die betroffenen Bürgermeister dazu sagen und wie die Situation in den anderen Rettungs-Dienststellen des Bezirks ist, lest ihr in der Printausgabe der Brucker und Schwechater NÖN oder im E-Paper.