Neues Gymnasium: Zustimmung und Wehmut in Schwechat

Erstellt am 25. Jänner 2023 | 05:15
Lesezeit: 2 Min
Gymnasium Schwechat Symbolbild
Gymnasium Schwechat
Foto: Burggraf
In Schwechat sieht man weiter Bedarf für eine weitere AHS.
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Nun also doch: Der Brucker Bezirk bekommt ein zusätzliches Gymnasium. Gemeinsam mit Außenstellen der Fachhochschulen Krems und Wiener Neustadt wird die Allgemeinbildende Höhere Schule (AHS) in Hainburg entstehen – siehe auch Artikel rechts.

Dass ein weiteres Gymnasium im Bezirk zu begrüßen und Hainburg als Standort grundsätzlich sinnvoll ist, darüber sind sich Schwechats Bürgermeisterin Karin Baier, Bezirksparteichef Jürgen Maschl (beide SPÖ) sowie Paul Haschka von den NEOS einig.

Und dennoch schwingt in der Braustadt Wehmut mit, wie Baier bestätigt. Denn Schwechat bemühte sich intensiv um eine weitere AHS, um den eigenen Schulstandort zu entlasten. „Für unser Gymnasium wird Hainburg keine Entspannung bringen“, sagt Baier.

Zwar wären rund zehn Prozent der Kinder in der AHS aus der Region Hainburg, doch selbst wenn diese wegfielen, bliebe es in Schwechat beengt.

Ähnlich sieht es Schwechats NEOS-Gemeinderat Paul Haschka, der sich seit Jahren für einen weiteren AHS-Standort in der Stadt oder zumindest dem Umland einsetzt. Auch er begrüßt zwar dezidiert die AHS in Hainburg, spricht aber ob des Zeitpunkts von einem „reinen Wahlkampfmanöver“.

Haschka, aber auch Baier, sehen weiterhin Bedarf für ein Gymnasium im Raum Schwechat. „Im Bezirk Mödling, der einwohnermäßig mit dem Bezirk Bruck vergleichbar ist, gibt es sechs AHS. Bei uns nur zwei“, zieht er einen Vergleich. Doch wie eine Anfrage der NÖN bei der Bildungsdirektion NÖ ergab, ist „vorläufig“ keine weitere AHS geplant.

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