Bomben-Inferno jährt sich zum 75. Mal. Er ging als einer der schlimmsten Tage in der Geschichte Fischamends ein: der 12. April 1944. Es war der Tag an dem 172 Bomben-Flieger der US-Air Force 1.700 Sprengköpfe über der Fischastadt abwarfen.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 12. April 2019 (15:48)

Das Donnern der 172 Bomber war schon vor deren Eintreffen unüberhörbar. Angsterfüllt flüchtete die Fischamender Bevölkerung am 12. April 1944 in die Luftschutzkeller oder in den Wald. Anfangs hofften die von der NS-Führung völlig im Dunkeln gelassenen Bürger noch, das Geschwader der US-Air Force könnte Fischamend am Weg nach Wien nur überfliegen - ein fataler Irrtum.

Als die "Fliegenden Festungen" der Amerikaner über der heutigen Stadt angekommen war, wurden aus 6.200 bis 7.800 Metern Höhe insgesamt 1.700 Bomben abgeworfen. Deren Zerstörungskraft war verheerend. Fischamend sollte sich noch lange nach dem Angriff, der vor allem das Flugzeugwerk zum Ziel hatte, nicht erholen.