Brand in Garage löst Feuerwehr-Großaufgebot aus

Am Samstagabend, kurz nach 17.30 Uhr, mussten 50 Feuerwehrleute zu einem Brand in einer Lanzendorfer Hobbygarage ausrücken. Heikel: Flaschen mit Acetylengas befanden sich in der Nähe des Brandherdes.

Erstellt am 16. Oktober 2021 | 19:18

Das Wichtigste vorneweg: nach ersten Erkenntnissen hat der Brand, der am Samstagabend 50 Kameradinnen/Kameraden der Feuerwehren Lanzendorf, Maria Lanzendorf, Leopoldsdorf und Ebergassing auf Trab gehalten hat, keine verletzten Personen gefordert. Eine bei Brandausbruch in der Nachbargarage arbeitende Person mit stark rußgeschwärztem Gesicht wurde von der anwesenden Polizei zum Hergang befragt. Über die Ursache des Brandes gibt es noch keine gesicherten Angaben. Im Vordergrund steht ein Arbeitsunfall, eine Brandstiftung indes kann so gut wie sicher ausgeschlossen werden.

Um 17.38 mussten die Feuerwehren in die Mbt Austria Straße ausrücken, weil in einem ehemaligen Industriegebäude ein Brand in einer von drei nebeneinander liegenden Hobbygaragen ausgebrochen war. Die starke Rauchentwicklung und die Unsicherheit darüber, wie viele Gasflaschen in den Räumen gelagert werden, machten die Arbeit für die Wehren nicht einfach.

Letztlich wurden mehrere Acetylen-Gasflaschen gefunden, wie sie zum Beispiel für das Autogenschweißen verwendet werden. Da diese Gasflaschen in der Nähe des Brandherdes gefunden wurden und deshalb stark erhitzt waren, ging von diesen eine gewisse Gefahr aus. Erhitzen sich Acetylen-Gasflaschen zu sehr, so kann es im Inneren zu einer Zersetzung und im Weiteren zu einem Zerknall der Behältnisse kommen. Bei einem derartigen Ereignis kann ein Feuerball entstehen und scharfe Metallteile können mehrere hundert Meter weit fliegen. Um den Zerfall des Acetylengases zu stoppen, müssen die Flaschen gekühlt werden – und das während mehreren Stunden.

Beim Garagenbrand in Lanzendorf standen rund 50 Feuerwehrleute, 12 Feuerwehrfahrzeuge, zwei Rettungswagen und die Polizei im Einsatz. Die Lösch- und Bergungsarbeiten waren bei Redaktionsschluss dieses Artikels noch im Gang.