Die Schwechater Bier-Dynastien

Ein neues Buch fasst die reiche Historie der Schwechater Brauerei detailgenau zusammen.

Erstellt am 01. November 2021 | 04:52
Braumeister Andreas Urban
Braumeister Andreas Urban steuerte im neuen Buch den Part der Brauerei-Entwicklung ab 1978 bei.
Foto: Gerald Burggraf

Der Grund für ein Projekt kann auch schlicht praktische Gründe haben. So wie im Fall des Buchs „Die Geschichte der Brauerei Schwechat“. Denn die Autoren Alfred Palecny und Christian Springer recherchierten für ihr 2016 erschienenes Werk „Wiener Bier-Geschichte“ natürlich auch über die Brauerei Schwechat. Doch die Fülle an historischem Material, auf das das Duo unter anderem am Werkstandort stieß, konnte einfach nicht verarbeitet werden. So kam es zur Idee für ein eigenes Buch.

Als Financier wurde die Brauerei-Mutter Brauunion gewonnen. Schwechats Braumeister Andreas Urban stieg zudem als dritter Autor ins Boot. „Mein Part war die Zeit ab 1978, als die davor eigenständige Brauerei an die Brau AG verkauft wurde“, erzählt er. Die Brau AG ist der Vorläufer der Brauunion und gehört seit 2002 zum Heineken-Konzern.

Export bis in den Orient

Dass „Die Geschichte der Brauerei Schwechat“ gerade heuer veröffentlicht wird, ist wohl getimt. Denn am 6. August 2021 jährt sich der Todestag von Anton Dreher dem Jüngeren zum 100. Mal. Unter seiner Führung wuchs die Unternehmensgruppe letztlich entscheidend an und mündete in den „Vereinigten Brauerein“ von Schwechat, Simmering und St. Marx.

Die Familie Dreher aber auch deren Nachfolger, die Familie Mautner Markhof, spielen in dem neuen Buch eine zentrale Rolle. Ihr Wirken und ihr Gespür für das Geschäft werden detailreich beschrieben – etwa das unter Anton Dreher dem Jüngeren sogar bis in den Orient exportiert wurde. Dass das Buch auch innerbetrieblich einen Wert hat, unterstreicht Urban so: „Ich habe jedem Technik-Mitarbeiter ein Exemplar mit persönlicher Widmung in die Hand gedrückt. So viel Zeit muss sein.“