Kulturhaus hat in Maria Lanzendorf Priorität. Nur ein Projekt am Plan. Die Schulden sollen dafür um 6,4 Prozent sinken.

Von Peter Gerber Plech. Erstellt am 06. Januar 2021 (04:13)
Das Maria Lanzendorfer Kulturhaus, auch bekannt als „Pizzeria Toscana“, soll 2021 ein umfassendes Facelifting und vermutlich auch einen neuen Namen erhalten. Die Gemeinde rechnet mit 400.000 Euro an Kosten.
Peter Gerber Plech

Es ist nicht so, dass Maria Lanzendorf im Geld schwimmen würde. Aber Bürgermeister Peter Wolf (SPÖ) konnte jüngst an der Gemeinderatssitzung berichten, dass die finanzielle Lage der Gemeinde im Vergleich mit anderen Kommunen sehr zufriedenstellend bis erfreulich sei. Die Aussage des Ortschefs widerspiegelt sich im Voranschlag für das Jahr 2021, der für den Ergebnishaushalt ein positives Nettoergebnis in der Höhe von 126.600 Euro vorsieht und einstimmig genehmigt worden ist.

„Ich bedanke mich für die fraktionsübergreifende Budgetdisziplin und für die der aktuellen Lage angepasste Zurückhaltung, wenn es um Wünsche aus den Fraktionen geht“, äußerte sich Wolf zum Ausgang der Budgetdebatte, die aufgrund der Einigkeit im Rat im Grunde keine solche gewesen ist. 

Aus zwei großen Projekten mach eins

Im neuen Jahr soll der Abbau von Gemeindeschulden vorangetrieben werden. So sieht der Voranschlag vor, dass die Schuldenlast um 116.000 Euro (oder 6,4 Prozent) auf knapp 1,7 Millionen Euro gesenkt werden soll.

Zwei größere Sanierungsprojekte stehen in der Gemeinde an. Zum einen sollte das Garderoben- und Vereinsgebäude am Sportplatz saniert werden und auch das Kulturhaus (Pizzeria Toscana) wartet schon länger auf ein umfassendes Facelifting. Der Gemeinderat wird sich wegen der finanziellen Lage für eines der beiden Projekte zu entscheiden haben.

Für Bürgermeister Wolf ist klar, wo die Priorität liegt. „Beide Gebäude sind renovierungsbedürftig. Aber aus diversen Überlegungen heraus möchte ich 2021 die Toscana in Angriff nehmen“, sagt Wolf. Die Nettokosten von rund 400.000 Euro würden zur Hälfte aus Rücklagen der Gemeinde und zu 50 Prozent mit Zweckzuschüssen des Bundes aus dem Milliarden-Investitionspaket für Gemeinden gedeckt. Neue Toilettenanlagen, getrennt nutzbare Säle im oberen Stock, eine vergrößerte Küche und eine Café-Terrasse sollen so finanziert werden. Zudem soll das sanierte Lokal einen neuen Namen und wohl einen neuen Pächter bekommen.