Campari-Soda hat Täter überführt. Kurios entlarvt / Knapp ein halbes Jahr nach dem Einbruch konnte Kupferkabel-Dieb gefasst werden.

Von Stefan Obernberger. Erstellt am 19. Dezember 2013 (23:59)
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Mühlbacher
Von Stefan Obernberger

Noch im Mai dieses Jahres konnte ein 32-jähriger slowakischer Staatsbürger mit dem Diebesgut unerkannt flüchten. Bei einer Ausweiskontrolle der Wiener Polizei klickten nun aber doch die Handschellen. Im Zuge einer Amtshandlung in Wien-Simmering wurden die Beamten auf den ausgeschriebenen Haftbefehl aufmerksam und nahmen den verdächtigen Mann fest.

DNA-Spur erhärtete den Verdacht der Ermittler

Angeordnet wurde die Festnahme von der Staatsanwaltschaft, nachdem Jan B. im Mai eine Scheibtruhe voll mit Kupferkabel, Buntmetall, sowie den Kühler eines Oldtimer-Traktors mitgehen lassen haben soll. Tatort war ein Lagerplatz eines Landwirts in der Schlossmühlstraße. Anfängliche Abstreitversuche des Beschuldigten konnten schnell widerlegt werden. Eine sichergestellte DNA-Spur überführte den Mann. So soll der Slowake am besagten Areal zwei Flaschen Campari-Soda noch in aller Ruhe getrunken haben, ehe er die Flucht antrat. Kleine Einzelheit en passant: Zum Zeitpunkt der Konsumation war das Mindesthaltbarkeitsdatum der alkoholischen Getränke schon länger als zwei Jahre (!) verstrichen.

„Verbrecher auf frischer Tat zu erwischen, ist schwer“

Der bereits mehrfach Vorbestrafte wurde in die Justizanstalt Korneuburg wegen des Verdachts auf Einbruchsdiebstahls eingeliefert. „Verbrecher auf frischer Tat zu erwischen, ist schwer. Eine gute Tatortarbeit macht solche Erfolge, aber auch Monate später, möglich“, freut sich Chef-Kriminalist Manfred Vaverka.