CO2-Emissionen sollen bis 2050 auf Null sinken

Die Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Verkehrsflughäfen (AÖV) will bis zum Jahr 2050 gemeinsam dem Erreichen des erklärten Ziels verschreiben.

Erstellt am 13. Dezember 2019 | 14:54
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
IMG_2259+jpg (Medium).jpg
Foto: Martin Dichler

Die Zivilluftfahrt darf sich nicht nur in Österreich über einen kontinuierlichen Passagierzuwachs freuen, global gesehen wurden im Jahr 2018 über vier Milliarden Passagiere gezählt.

Anzeige

Doch trotz dieser Zahlen trägt die Luftfahrt nur 2,7 Prozent am tatsächlichen CO2-Ausstoß weltweit bei, rechnet man bei der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Verkehrsflughäfen (AÖV), der alle Airports des Landes angehören, vor. Der Anteil der österreichischen Luftfahrt betrage sogar nur 0,16 Prozent.

IMG_9073+ (Medium).jpg
AÖV-Vorstand Julian Jäger und sein Vize Gerhard Widmann bei der Pressekonferenz.
Foto: Martin Dichler

In einem gemeinsamen Beschluss der AÖV setzten sich die Mitglieder nun das Ziel, einen CO2-emissionsfreien Betrieb ihrer Flughäfen bis spätestens 2050 einzuführen. So soll sich zukünftig der Energiebedarf der Flughafenbetreiber durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien sowie durch eine Energieoptimierung zum Beispiel durch eine verstärkte Wärmedämmung verringern.

Der Einbau von energieeffizienten Heizung und Kühlungsanlagen sowie der Ausbau der E-Mobilität und die Umrüstung sämtlicher Beleuchtungsanlagen auf LED sind nur einige weitere Faktoren, um das Klimaziel zu erreichen.

Erster Schritt ist CO2-Reduktion um 50 Prozent bis 2030

An einer Minimierung des CO2 Ausstoßes arbeiten die Flughäfen Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg und Wien aber bereits seit Jahren. So haben sich die CO2-Emissionen der genannten Flughäfen zwischen 2010 und 2018 bereits um 60,5 Prozent reduziert, obwohl gleichzeitig die Zahl der Passagiere in Österreich um 30 Prozent anstieg. Eine weitere Reduktion um 50 Prozent ist bereits bis 2030 vorgesehen.

Für AÖV-Vorstand Julian Jäger ist der entsprechende Beschluss zum gemeinsamen Klimaprogramm: „CO2 Zero Emissions 2050“ der richtige Schritt, um ein weiteres Wachstum der Branche zu gewährleisten. „Durch die verschiedensten Klimaschutzmaßnahmen entstehen zwar Kosten in zweistelliger Millionenhöhe allein für den Flughafen Wien, gleichzeitig reduzieren sich aber auch die Ausgaben für Wärme, Strom und Treibstoff für den Flughafenbetreiber“. Laut Flughafen Graz-Vorstand Gerhard Widmann werden bei allen Anschaffungen bereits heute alle umweltrelevanten Aspekte miteinbezogen: „Durch die Anschaffung von elektrischen Fluggastbrücken/stiegen oder dem Betrieb von Elektrobussen entstehen natürlich viel höhere Kosten, doch die Flughäfen sind sich einig, dass diese Investitionen notwendig sind um die angestrebten Klimaziele zu erreichen“.

Anreize für Airlines schaffen

Mit der Einführung von Emission- und lärmabhängigen Tarifen, möchte der Schwechater Flughafen ab dem kommenden Jahr einen weiteren Anreiz zum Einsatz emissionsarmer Flugzeuge schaffen. So sollen ab dem Jahr 2020, lautere und damit ältere Flugzeuge um bis zu  1000 Euro mehr für ihre Landegebühren bezahlen. Die eingenommenen Beträge werden aber nicht in die Kassen des Flughafen fließen, wie Airportchef Jäger betont, sondern im Gegenzug die Gebühren für leisere und damit umweltfreundlichere Flugzeuge reduzieren.