Gramatneusiedl: 47 Schüler in Quarantäne. Alle Personen mit Kontakt zur Lehrerin müssen bis 23. Juni zuhause bleiben.

Von Max Stepan. Erstellt am 17. Juni 2020 (05:56)
An der NMS in Gramatneusiedl ist eine Lehrkraft erkrankt. Nur müssen 47 Kinder bis 23. Juni zuhause bleiben.
Burggraf, Havelka

Letzte Woche wurde bekannt, dass eine Lehrkraft der Neuen Mittelschule in Gramatneusiedl (NMS) positiv auf die Lungenkrankheit Covid-19 getestet. Die im Nachbarbezirk Baden wohnhafte Lehrerin wurde von der dortigen Bezirkshauptmannschaft (BH) an Fronleichnam informiert. Danach ging es Schlag auf Schlag erklärt NMS-Direktorin Elisabeth Nebenführ im Gespräch mit der NÖN: „Wir haben viel mit der Behörde kommuniziert und über das weitere Vorgehen beraten.“ Die BH hat zudem eine Kontaktliste eingefordert, um herauszufinden welche Personen in Heimquarantäne geschickt werden müssen. 

Direktorin Elisabeth Nebenführ ist zufrieden mit dem Krisenmanagement.
NOEN

Nun befinden sich 47 Schüler in Quarantäne erzählt Nebenführ: „Alle Schüler, die mit der Lehrkraft Kontakt hatten, müssen bis 23. Juni zuhause bleiben.“ Alle anderen Kinder und Eltern wurden mit einem Elternbrief über die Situation informiert. Zur Freude der Direktorin hat die Zusammenarbeit trotz des Feiertages sehr gut funktioniert: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Krisenmanagement und dem raschen Vorgehen.“ 

"Insgesamt wurden an 58 Kindern und an 14 Erwachsenen ein Corona-Test durchgeführt.“ Direktorin der Neuen Mittelschule, Elisabeth Nebenführ

Trotz des Corona-Falls wird die Schule nicht geschlossen, die Betreuungsmöglichkeit innerhalb der Schule besteht weiterhin. Den Eltern ist es aber selbst überlassen, ob sie ihr Kind in die Schule lassen oder nicht. Für alle Kinder, die zuhause bleiben, besteht weiterhin die Möglichkeit des „home-schoolings“. Ab Donnerstag ist jedoch geplant, wieder Unterricht vor Ort durchzuführen, denn ab Donnerstag wird die zweite Gruppe der Schüler in der NMS sein: „Im Laufe der Coronakrise haben wir die Kinder in zwei Gruppen eingeteilt, für die zweite Gruppe wird ab Donnerstag Unterricht vor Ort angeboten“, erklärt die Direktorin.

37 Prozent der Schüler wurden getestet

 Nun heißt es aber abwarten, denn am Montag hatten die Schüler die Chance, sich freiwillig einer Corona-Testung zu unterziehen. Das Rote Kreuz war für diesen Zweck am Montag in der Mittelschule. Im Laufe des Tages wurden 37 Prozent der Schüler getestet: „Insgesamt wurden an 58 Kindern und an 14 Erwachsenen ein Corona-Test durchgeführt“, betont Nebenführ. Die Problematik ist, dass das Testergebnis erst nach 24 bis 48 Stunden sichtbar ist und deshalb besteht derzeit noch Ungewissheit darüber, ob Kinder an dem Virus erkrankt sind: „Wir rechnen damit, dass die Testergebnisse erst am Mittwoch bekannt sind“, schildert Nebenführ. Erst nachdem die Testergebnisse bekannt sind, kann weiterentschieden werden, ob die Schule geschlossen wird.