Corona-Teststraßen erleben wahren Ansturm. Über 4.000 Personen nutzten in der ersten Woche die Corona-Teststandorte im Bezirk Bruck. Immer mehr Gemeinden machen mit.

Von Otto Havelka, Max Stepan, Josef Rittler und Gerald Burggraf. Erstellt am 02. Februar 2021 (06:35)
Stadtgemeinde Schwechat

Nach zwei Runden an Corona-Massentests im Dezember und Jänner stehen seit der Vorwoche in mehreren Gemeinden des Bezirks fixe Teststraßen zur Verfügung. Waren anfangs acht Gemeinden an Bord, sind es mittlerweile bereits zehn. Die Tests sind ebenso wie die Massentests gratis, einzig eine Anmeldung auf www.testung.at ist notwendig.

In der ersten Woche konnten die Gemeinden bereits einen wahren Run auf die jeweiligen Standorte verzeichnen. Mehr als 4.000 Personen ließen sich an den sieben bereits offenen Standorten testen. In Bruck und Schwechat dürften es rund 1.200 beziehungsweise etwa 1.000 Testwillige gewesen sein.

Himberg zählte rund 560, Hainburg gar 630. In den kleineren Gemeinden wie Götzendorf und Höflein waren es noch rund 300 Testungen, in Moosbrunn zählte man in Woche eins 91 Personen. Positive Fälle waren in Summe bisher die Ausnahme und kamen nur vereinzelt vor, die meisten wohl in Bruck. In Schwechat und Hainburg war es je ein Getesteter.

Lange Warteschlangen am ersten Test-Tag

Aufgrund des regen Interesses haben die Gemeinden reagiert. So kamen in Schwechat allein am Samstag rund 500 Testwillige, daher wurde eine zweite Straße in der Felmayerscheune eingerichtet. Bis auf Weiteres sollen die zwei Testlinien beibehalten werden. Für die Organisation und die begleitende Kommunikation gab es auch viel Lob, berichtet Stadt-Pressesprecher Dejan Mladenov erfreut.

Vor dem Himberger Barbaraheim reichte die Warteschlange in der ersten Stunde am Mittwoch sogar fast bis zur Kirche. Alleine am Premierentag gab es 210 Testungen. „Der starke Zuspruch beweist, dass die Errichtung einer Teststraße in unserer Gemeinde eine gute Entscheidung für die Bevölkerung war“, erläutert Bürgermeister Ernst Wendl (SPÖ).

Auch Firmen schicken Mitarbeiter testen

In Hainburg gibt es ab dieser Woche aufgrund des Zustroms drei statt einer Teststraße im Jugendheim Kaplan Herzlik. Die Getesteten kommen an allen Standorten nicht nur aus der eigenen Gemeinde, sondern aus der ganzen Region. Zudem lässt sich dort das Betreuungspersonal aus Kindergärten, Hort und Schulen testen. Und auch immer mehr Firmen schicken ihre Mitarbeiter zu den Teststraßen.

In Moosbrunn wird nur am Mittwoch getestet, doch auch hier kamen in der ersten Woche 91 Personen. Vor allem zu Beginn ab 17 Uhr gab es einen großen Andrang. Deshalb empfiehlt Bürgermeister Paul Frühling (ÖVP) künftig auch die zweite Stunde ab 18 Uhr zu nützen. „Hier war der Andrang etwas geringer“, erläutert er.