Coronakrise: Jugendliche packen mit an. In fünf Fällen konnten die Mitglieder des Schwechater Jugendzentrum Üdüdüwü bereits mit Besorgungen aushelfen.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 24. März 2020 (08:37)

Der Hilfseinsatz der Mitglieder im Schwechater Jugendzentrum Üdüwüdü ist voll angelaufen. Das Team um Sprecherin Adriana Belakovits will jenen Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus zur Risikogruppe gehören, mit Lebensmittel- und Medikamentenlieferdiensten unter die Arme greifen.

„Bis jetzt hatten wir fünf Aufträge, bei denen wir in der Apotheke, der Trafik oder Einkaufen waren“, erzählt Belakovits. Darüber hinaus transportierten die Jugendlichen auch schon ein selbstgekochtes Essen von A nach B. Der Hilfseinsatz ist klar durchstrukturiert. „Wir haben für alle Besorgungen ein Formular, die am Ende unterschrieben werden müssen“, erklärt die Schwechaterin. Zudem gilt absolute Hygienepflicht für alle Helfer. Vor und nach dem Einkauf werden die Hände desinfiziert sowie die Taschen nicht am Henkel getragen.

Pfarre unterstützte bei Flyern und Plakaten

Im Vorfeld wurden nicht nur eine eigene Telefonnummer (0677/63463508) sowie eine E-Mailadresse (einkaufen.uduwudu@gmail.com) angelegt, sondern auch zahlreiche Erkundigungen eingeholt. „Wir haben eine Liste von Apotheken in der Umgebung gemacht, um zu wissen, wo man was braucht um ein Rezept abzuholen“, berichtet Belakovits. Bezahlen kann man den Einkauf übrigens Bar oder per Überweisung – die Lieferung selbst ist natürlich gratis.

Unterstützung erfuhren die Jugendlichen von der katholischen Pfarre. Sie half mit dem Druck von Flyern und Plakaten. Die neue Schwechater Bäckerei Szihn hilft mit Werbung für die Üdüwüdü-Aktion und dem Herrichten des bestellten Brotes. „Weiters haben wir uns mit der Gemeinde und der evangelischen Pfarre zusammengeredet, die sich bei uns melden wenn, sie Unterstützung brauchen“, unterstreicht Belakovits.