Fischamender Firma klagt Vorarlberg. Privatanbieter AMZ kritisiert Vergabe des Landes an Rotes Kreuz.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 20. Februar 2021 (04:34)
Am Fischamender Stammsitz betreibt das AMZ eine (kostenpflichtige) Corona-Teststaße an.
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In ganz Österreich wurde das Angebot für kostenlose Antigen-Tests massiv ausgebaut. So auch im westlichsten Bundesland Vorarlberg. Dort sorgt allerdings die Direktvergabe des Landes für die Durchführung dieser Tests an das Rote Kreuz für Kritik. Wortführer dabei ist die „Arbeitsmedizinische Zentrum für Industrie, Handel und Gewerbe GesmbH“ (AMZ), die ihren Sitz in der Zeppelinstraße in Fischamend hat.

Das AMZ brachte in diesem Zusammenhang auch eine Anzeige bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen mehrere hochrangige Landespolitiker und -bedienstete ein. Der Vorwurf: Mit der Direktvergabe wären sämtliche gesetzliche Grundlagen zu Ausschreibungen verletzt worden. Der Fischamender Testanbieter habe zudem dem Land Vorarlberg eine Zusammenarbeit zu gleichen Konditionen wie mit dem Roten Kreuz angeboten. Das sei abgelehnt geworden.

Beim Land begründet man die Direktvergabe mit der Pandemie-Situation und „unvorhersehbaren Notsituationen“, in denen diese Vorgangsweise rechtlich abgedeckt sei. Allerdings kündigt man an, die Vergabe der Teststationen von nun an öffentlich auszuschreiben.