Fast 11.000 Euro für kleinen Leonardo. Bei der Punschaktion am Nikolotag sammelte der Motorradclub für den schwer kranken Dreijährigen.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 24. Dezember 2019 (05:12)
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Roman Pölz undAndreas Sterba von den „Echtn“ überreichten Leonardos Mutter Giulia Rotoloni den Spendenscheck.Wimmer
Brigitte

Dankbar, sprachlos und glücklich – die Gefühlswelt der Schwechaterin Giulia Rotoloni spielte am Freitagabend verrückt. Verantwortlich dafür war der Motorradclub „Die Echtn“. Die Biker um Präsident Andreas Sterba übergaben Rotoloni vor der Kirche den Reinerlös von ihrem Benefiz-Punschstand am Nikolotag.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mit exakt 10.599,78 Euro konnte einmal mehr ein Rekordergebnis erzielt werden. „Als wir die Summe gezählt haben, sind uns Tränen in die Augen gestiegen“, berichtet Biker-Chef Sterba. Er spricht allen Gästen und Sponsoren einen großen Dank aus.

Anlass für die Spendensammlung war Rotolonis Sohn Leonardo. Der Dreijährige kam mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte auf die Welt, zudem wurde bei ihm das Vacterl-Syndrom diagnostiziert. Dabei handelt es sich im Fall Leonardos um eine Fehlbildung an Wirbelsäule und Schulter. Zudem leidet er an einer Schluckstörung und kann weder selbstständig essen noch trinken. In seinem kurzen Leben musste der tapfere Schwechater bereits 14 Eingriffe über sich ergehen lassen. Im Frühjahr steht eine weitere Operation an.

Die Behandlung kostet natürlich viel Geld, so muss etwa der regelmäßige Transport ins Wiener AKH mit einer mobilen Krankenschwester aus der familieneigenen Tasche gezahlt werden. Leonardos Mutter ist alleinerziehend und derzeit in Hospizkarenz.

Das Geld der „Echtn“ sowie die ebenfalls am Freitag übergebenen 500 Euro von der Liste „Gemeinsam für Schwechat“ von deren Punschstand helfen der Familie daher enorm.