Angst vor Verkehrslawine: Moosbrunn fordert Umfahrung

Erstellt am 25. Mai 2022 | 05:19
Lesezeit: 3 Min
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Bürgermeister Paul Frühling (ÖVP) spricht sich klar für die Umsetzung einer Umfahrungsstraße aus, um den Verkehr im Ort zu verringern. 
Foto: Gemeinde Moosbrunn
Der Gemeinderat von Moosbrunn hat sich für die Planung ausgesprochen und spielt den Ball ans Land weiter.
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Der Durchzugsverkehr und die damit einhergehende Verkehrs- und Lärmbelastung belastet viele Gemeinden im Bezirk. Vor eineinhalb Jahren trafen sich deshalb die Gemeindevertreter aus Gramatneusiedl, Moosbrunn, Ebergassing, Schwadorf, Reisenberg und Mitterndorf, um eine Verkehrsstudie gemeinsam mit dem Land auf den Weg zu bringen (die NÖN berichtete).

Ziel war, Maßnahmen von Experten erarbeiten zu lassen, die zu einer Verkehrsberuhigung in der Region beitragen könnten. Die Ergebnisse der Studie liegen nun am Tisch, erklärt Moosbrunns Bürgermeister Paul Frühling (ÖVP): „Wir sehen, dass dringender Handlungsbedarf besteht, da der Verkehr in Zukunft nur zunehmen wird.“ Denn in seiner Gemeinde fahren laut Studie im Schnitt täglich 9.600 Fahrzeuge, im Jahr 2035 soll die Zahl auf insgesamt 16.000 Pkw und Lkw anwachsen. 

Gemeinderat beschloss Planung einer Umfahrung

Um der Verkehrslawine entgegenzutreten, wurden den Gemeinden von den Experten spezifische Maßnahmen im Rahmen der Studie vorgeschlagen. Für Moosbrunn soll eine Umfahrung zur Verkehrsberuhigung beitragen. Unklar ist aber noch, wo genau sie verlaufen soll.

Fix ist jedenfalls, dass der Moosbrunner Gemeinderat bereits einen Beschluss zur Planung einer möglichen Umfahrung getroffen hat. „Damit haben wir den Ball sofort wieder an das Land gespielt, wo dazu ein Vorprojekt entworfen wird“, betont Frühling. Auch die anderen Gemeinden der Beratungsrunde wünschen sich Maßnahmen, um etwas gegen den Verkehr zu unternehmen.

In Gramatneusiedl dreht sich das Verkehrsproblem vor allem rund um den Bahnhof. Dort soll eine Umfahrungsstraße zwischen dem Weingartenfeld und der Park&Ride-Anlage für Abhilfe sorgen, konkrete Pläne gibt es dazu noch nicht. „Wir wünschen uns, dass der Verkehr künftig im Bereich der Hans-Taborsky-Straße verläuft“, sagt Gramatneusiedls Bürgermeister Thomas Schwab (SPÖ).  Im Zuge des  Bahnhofumbaus, der im August begonnen wird, verlagert sich der Bahnhofbereich weiter in Richtung Himberg, eine andere Zufahrt wäre deshalb laut Schwab sinnvoll.

In Schwadorf blickt man weniger positiv auf die Verkehrsstudie, laut Bürgermeister Jürgen Maschl (SPÖ) gab es keine Ergebnisse für seine Gemeinde. „Wir konzentrieren uns daher auf unsere Umfahrung, die bereits in Planung ist“, sagt Maschl.

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