Budget: Sparen für die große Bauprojekte

Die Gemeindefinanzen in Ebergassing könnten sich durch ein neues Logistikzentrum deutlich verbessern. Angesichts bevorstehender großer Ausgaben, wäre dies eine gute Entwicklung.

Erstellt am 05. Januar 2022 | 05:38
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Fahrzeugzulieferer Antolin könnte in drei Jahren zusperren und ein Loch in die Gemeindefinanzen reißen.
Foto: Otto Havelka

Es ist nicht sonderlich spektakulär, was SPÖ und ÖVP bei der letzten Gemeinderatssitzung des vergangenen Jahres als Haushaltsbudget der Gemeinde verabschiedeten. Die Bürgerliste „Eber“ stellt zwar den Vorsitzenden des Finanzausschusses, enthielt sich aber geschlossen der Stimme.

Im Nettohaushalt wird ein Minus von rund 265.000 Euro prognostiziert, dafür steigen die Rücklagen von 63.000 auf rund 336.000 Euro an. Großartige Investitionen sind nicht geplant. Vor allem in den Straßenbau bei der Herrschaftlichen Breite, wo einige Bauprojekte laufen, soll investiert werden.

Volksschule muss ausgebaut werden

Die großen Brocken kommen auf die Gemeinde in den nächsten Jahren zu: Mittelfristig muss die Volksschule ausgebaut werden und in drei bis vier Jahren droht die Schließung des Werkes des spanischen Automobilzulieferkonzerns Antolin mit gut 800 Mitarbeitern und damit eine drastische Reduktion der Kommunalsteuer-Einnahmen.

„Wir müssen schauen, dass Geld reinkommt“, weiß SPÖ-Bürgermeister Roman Stachelberger. Und da blickt er optimistisch in die Zukunft. Die Verhandlung mit Logistikimmobilen-Entwickler „DLH Real Estate Austria“, der neben dem der Handelskette Spar auf rund zehn Hektar ein neues Verteilzentrum mit rund 400 Mitarbeitern errichten will, seien abgeschlossen.