Ein Befriedigend für Stadt. SCHWECHAT / 99 Millionen Euro sind in Schwechat in den letzten sieben Jahren umgesetzt worden – ein Plus von einem Prozent. Appell für die Lokalwährung Schwechater.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 27. März 2014 (23:59)
NOEN, Foto: NÖN
Mit der Stadtwährung Schwechater wird die Kaufkraft im Ort gebunden. Die Wirtschaftskammer will den Umsatz mit der Währung ankurbeln.
Von Andreas Fussi

In der Wirtschaftskammer langte dieser Tage die neue Kaufkraftanalyse ein, die alle 5 bis 7 Jahre in Niederösterreich Auftrag gegeben wird. Die letzte für Schwechat fand im Jahr 2006/07 statt. Und hier die Eckdaten für diese sieben Jahre: Die Bevölkerung Schwechats wuchs um 6,3 Prozent und die Nächtigungszahl um 9,6 Prozent. Außenstellenleiter Mario Freiberger freut sich, dass die Kaufkraft der Bevölkerung um ein Prozent auf 99 Millionen Euro ausgebaut werden konnte.

Die Anzahl der Betriebe blieb in etwa gleich, konstatiert Freiberger. Er nennt 115 Einzelhandelsbetriebe in der Stadt. „Die Gesamtfläche dieser Betriebe ist leicht rückläufig – von 39.000 Quadratmeter auf 37.500.“ Er führt das vor allem auf den Wegfall des Magnetmarktes zurück. Dass das Kaufkraftvolumen im Ort 93,1 Millionen Euro beträgt, aber 99 Millionen Euro umgesetzt worden sind, ist für Freiberger ein Zeichen, dass Schwechat stark auch von den umliegenden Gebieten Kaufkraft anzieht.

In sechs Jahren 500.000 Euro Schwechater gekauft

Der Gesamteindruck (in der Analyse „City Check“ genannt) wird mit „befriedigend“ ausgewertet. Positiv erwähnt wurden die Bereiche Beleuchtung, Möblierung und Bodenbelag. Als verbesserungswürdig wird das Parkleitsystem und der Branchenmix angeführt.

Umso wichtiger erachtet Mario Freiberger den Ausbau der Kundenbindung in Schwechat. Den sieht er vor allem durch die lokale Währung, dem sogenannten Schwechater, gegeben. „Der Schwechater erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit“, meint er. Die 2005 gestartete Stadtwährung ist in fast allen Geschäften Schwechats gültig. In den letzten sechs Jahren wurden rund 500.000 Euro an Schwechatern gekauft. „Das ist eine Maßnahme, mit der die Kaufkraft in Schwechat bleibt, da der Schwechater ja nur in der Stadt eingelöst werden kann.“

NOEN, Foto: NÖN
x

Als Fazit der Kaufkraftanalyse gibt Freiberger an: „Mit dem Ergebnis darf man nicht unzufrieden sein. An den Verbesserungen arbeiten wir. Für einen verbesserten Branchenmix bedarf es eines professionellen Managements der leer stehenden Flächen in der Stadt. Wir werden aber weiterhin die Aktivitäten in der Stadt durch diverse Maßnahmen wie Bummelabend und Feste forcieren, um die Kundenattraktivität zu steigern und die Kaufkraft zu binden. Ich appelliere daher an alle, den Schwechater verstärkt als Zahlungsmittel, vor allem als Geschenk, einzusetzen.“