Ein Sender für alle. Geschäftsführer wehrt sich gegen Kritiker und betont, ausgewogenes und politisch unabhängiges TV zu machen.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 11. Februar 2015 (06:34)
NOEN, Andreas Fussi
Ein Teil des SW1-Teams: Franz Neuber, Brigitte Stocker, Geschäftsführer Hans Wagner, Sandra Klikovits und (vorne) Michael Krach.

Nach dem Vorwurf der Opposition, das Schwechater Stadtfernsehen wäre nicht objektiv und bevorzuge die SPÖ-Mehrheit, geht nun TV-Chef Hans Wagner in die Offensive. „Gleich in unserem ersten Paragrafen im Vertrag steht, dass objektiv und ausgewogen berichterstattet wird.“

Darüber hinaus wurde von Anfang an ein Programmbeirat vereinbart, „weil es mir wichtig ist, dass alle politischen Parteien mitwirken und damit die wesentliche Richtung des Senders festlegen“, so Wagner.

Opposition bringt sich zu wenig ein

In diesem Beirat vermisse Wagner mehr Engagement der Opposition. „Sie bringen sich dort zu wenig ein. Jeder Partei steht es zu, dieses Medium zu nützen – immer im Augenmaß der Ausgewogenheit.“ Dazu gibt es alle 14 Tage eine Redaktionssitzung, an dem Vertreter der Presseabteilung der Stadtgemeinde und der zuständige SW1-Chefredakteur anwesend sind und das Programm für die nächsten zwei Wochen planen. Chefredakteur Helmut Lebisch stehe mit seiner 40-jährigen Medienerfahrung für „korrekte und unpolitische Berichterstattung“. Das Wohlfühlen in Schwechat und das Gemeinsame stehe beim Stadtfernsehen generell im Vordergrund, so Hans Wagner.

Pro Jahr koste der Sender rund 220.000 Euro, wobei die Stadtgemeinde zwei Drittel finanziert, die Differenz vom Zuschuss wird mit Werbung und Kooperationsverträgen erzielt.
 

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SW1 produziert im Jahr rund 550 Beiträge nur für Schwechat. Seit dem Jahr 2000 sind es 730 Sendungen mit 8.000 Beiträgen

SW1 erreicht mittlerweile 6.000 Haushalte und strahlt seit Februar zusätzlich zum analogen Signal auch digital aus, womit die technische Reichweite in der Ostregion Österreichs auf 110.000 Haushalte wächst

Die Medienholding von Hans Wagner umfasst N1, SW1 & RT24 und erreicht via A1-TV, UPC und KabelPlus 340.000 Haushalte

Die Mediengruppe hat 45 Kooperationspartner und beschäftigt 18 Mitarbeiter (12 für SW1)