Schwechater Feuerwehr knackt 500-Einsätze-Marke. Mannschaft um Kommandant Markus Mikeska rückte im vergangenen Jahr 513 Mal aus – ein neuer Allzeit-Rekord.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 12. Februar 2020 (06:04)
Der Einsatz im Rannersdorfer S1-Tunnel nach dem verheerenden Lkw-Brand zählt zu den aufwendigsten und intensivsten im vergangenen Jahr.
FF Schwechat

„Die Motivation hochzuhalten ist die größte Herausforderung“, weiß Kommandant Markus Mikeska. Trotz der Rekordanzahl von 513 Einsätzen im Vorjahr gebe es in Schwechat diesbezüglich aber keine Probleme. „Dafür spreche ich meiner Mannschaft ein großes Lob aus“, betont der Feuerwehrchef im NÖN-Gespräch.

Der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2011 mit knapp unter 500 Einsätzen wurde 2019 gesprengt. Zum Vergleich: 2018 waren es „nur“ 461 Einsätze. Fast die Hälfte aller Ausrückungen sind sogenannte „technische Einsätze“, im Vorjahr exakt 236 an der Zahl. Dabei handelt es sich zu großen Teilen um Verkehrsunfälle. Die Einsatzverantwortung auf A4 und S1 nimmt hier einen hohen Anteil ein. Unterstrichen wird dies durch den Lkw-Brand im Tunnel Rannersdorf im April oder einen schweren Auffahrunfall im September auf der A4, bei dem drei Personen verletzt wurden.

Die Brände stiegen im Vorjahr ebenfalls an, allerdings im Vergleich zu 2018 lediglich um 17 Einsätze auf 58. Insgesamt standen die Schwechater Kameraden bei ihren Einsätzen 3.969 Stunden für die Allgemeinheit im Einsatz. Dabei wurden 43 Personen und neun Tiere gerettet.

Zählt man auch die Übungen, sonstige Tätigkeiten oder Kurse dazu, wendete die Mannschaft ehrenamtlich 8.988 Stunden auf. Kommandant Mikeska macht sich ob der enormen Belastung aber keine Sorgen um seine 70 aktiven Feuerwehrmänner: „In unserem Freiwilligensystem muss es funktionieren und das tut es auch. Die Stimmung passt.“