Himberg: Fleisch-Reste in der Au entsorgt. Illegale Ablagerungen nehmen zu. Stinkender Höhepunkt: kiloweise verdorbenes Fleisch im Windschutzgürtel.

Von Otto Havelka. Erstellt am 10. Februar 2021 (06:01)
Bürgermeister Ernst Wendl beim Windschutzgürtel in Pellendorf, wo Säcke mit verdorbenem Fleisch entsorgt wurden.
privat

Am vergangenen Mittwoch wurde Bürgermeister Ernst Wendl (SPÖ) zu einem ungustiösen Fund in einem Windschutzgürtel in Pellendorf alarmiert. Dort wurden gut hundert Sackerl in der Größe eines Kinderfußballes mit verdorbenen Fleischstücken abgelagert. Bei dem illegal entsorgten Fleisch habe es sich laut Auskunft der ebenfalls alarmierten Polizei „vermutlich um verdorbenes Hundefutter“ gehandelt.

„Es war furchtbar“, schildert Bürgermeister Wendl. Die Säcke haben bereits kräftig gestunken und es machte sich rundum Verwesungsgeruch breit. „Die Mitarbeiter des Wirtschaftshofes  mussten dann auch noch den grauslichen Fund abtransportieren“, bedauerte Wendl.

Es wäre angebracht, Prämien für Ausforschung der Täter auszubezahlen.“ Bürgermeister Ernst Wendl (SPÖ)

Vorerst wurde Anzeige gegen Unbekannt erstattet und auch die Bezirkshauptmannschaft eingeschaltet. Die Chancen, den oder die Täter auszuforschen, sind laut Einschätzung der Polizei aber nicht sehr groß.

In letzter Zeit sei es aber einige Male gelungen, durch Adressaufkleber auf illegal entsorgtem Müll oder Beobachtungen durch Spaziergänger einige Personen wegen illegaler Ablagerungen zur Anzeige zu bringen, berichtet Wendl. „Ich appelliere als Bürgermeister an die Bevölkerung, wachsam zu sein und bei Beobachtungen die Kfz-Kennzeichen zu notieren und unverzüglich die Anzeige zu erstatten.“

Der stinkende Fleischfund ist nicht die einzige Müllablagerung in einem Windschutzgürtel, die vergangene Woche entdeckt wurde. In der Nähe der „kleinen Velmer Kreuzung“ wurden haufenweise Möbelstücke deponiert. „Für deren Transport braucht man mindestens einen Klein-Lkw“, berichtet Wendl.

Schärferes Vorgehen gegen Umweltsünder

Die deutliche Zunahme von Müllablagerungen in der Natur bereitet dem Ortschef Sorgen. Schließlich sei das neue Wertstoffsammelzentrum an jedem Werktag geöffnet und dort gebe es ausreichend Möglichkeiten den Sperrmüll fachgerecht zu entsorgen.

„Ich ersuche die vielen umweltbewussten Menschen in unserer Gemeinde, Beobachtungen illegaler Müllablagerungen unmittelbar anzuzeigen. Mittlerweile wäre es bereits angebracht, Prämien für Hinweise, welche zur Ausforschung der Täter führen, auszubezahlen. Schließlich muss diesen verantwortungslosen Umweltsündern Einhalt geboten werden“, will der Ortschef schärfer gegen Umweltsünder vorgehen.

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