Ganz Schwechat wird eine Kurzparkzone

Ab 1. März wird das gesamte Stadtgebiet von Schwechat eine Kurzparkzone. Bisheriges Modell im Stadtzentrum bleibt unangetastet.

Erstellt am 24. November 2021 | 05:45
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Um Wien-Pendler und Flughafen-Parkflüchtlinge von Schwechater Parkpflächen fern zu halten, wird das gesamte Stadtgebiet ab 1. März eine Kurzparkzone.
Foto: Gerald Burggraf

Jetzt ist es fix: Die Parkraumbewirtschaftung in Schwechat wird ausgeweitet. Schuld ist in erster Linie die Einführung der flächendeckenden Kurzparkzone in Wien mit 1. März 2022. Am Freitag präsentierte die SPÖ-Stadtführung ihre Pläne, Corona-bedingt online per Livestream, für ein Ende des Gratis-Parkens in der Braustadt. Das Ergebnis ist in Summe wenig überraschend.

Die Kurzparkzone wird parallel zu Wien mit 1. März 2022 ebenfalls flächendeckend auf das gesamte Stadtgebiet, inklusive der Katastralgemeinden Rannersdorf, Mannswörth und Kledering ausgedehnt. Allerdings mit einem anderen Modell, als die bisherige Kurzparkzone in der Innenstadt. Diese „Blaue Zone“ bleibt unangetastet. Stattdessen gilt im Rest-Schwechat die „Grüne Zone“.

120 Minuten sind in der „Blauen Zone“ erlaubt

Der Unterschied: In der „Blauen Zone“ darf maximal 120 Minuten geparkt werden, in der „Grünen Zone“ ein ganzer Tag. Bezahlt wird mit Handyparken oder Zeit-Parkscheinen, analog zu Wien. Die Kurzparkscheine sollen etwa im Rathaus, dem Freizeitzentrum oder auch in Trafiken zu bekommen sein.

Für Personen mit Hauptwohnsitz in Schwechat wird es ein Parkpickerl um 120 Euro pro Jahr geben. Allerdings nur, wenn kein Stellplatz zur Verfügung steht und lediglich für ein Fahrzeug – hat also jemand mehrere Autos auf seinen Namen angemeldet, bekommt er dennoch nur ein Parkpickerl. „Sämtliche Einnahmen gehen direkt in den Ausbau der Öffentlichen Verkehrsmittel“, hielt Bürgermeisterin Karin Baier (SPÖ) fest. Parteikollege und Verkehrsstadtrat Walter Schaffer kann sich etwa die Ausweitung der Stadt-Linie 171 vorstellen, zudem soll in Radwege investiert werden.

2022 soll evaluiert werden

Zum Start sind rund 220.000 Euro im Budget 2022 vorgesehen. Noch nicht enthalten sind dabei Kosten für die Kontrolle. Dafür soll laut Schaffer der Vertrag mit der Firma „Group 4“ an die neue Situation angepasst werden. Die neue Regelung gilt einmal für 2022 und soll dann evaluiert werden, wobei an der flächendeckenden Gültigkeit nicht gerüttelt wird.

 

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