Leopoldsdorf will Strom durch Sonne gewinnen. Auf gemeindeeigenen Gebäuden sollen Photovoltaik-Anlagen errichtet werden. Die Bürger können Anteile erwerben.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 28. November 2020 (04:45)
Symbolbild
10hoch4 Photovoltaik

Die Idee, mit Photovoltaik-Anlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden Strom zu erzeugen, gibt es schon länger in der Marktgemeinde. „Das ist aber nur sinnvoll, wenn wir den Strom dann auch für den Eigenverbrauch nutzen können“, erklärt Bürgermeister Fritz Blasnek (ÖVP). Bisher war dies nicht möglich. Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG), das Anfang 2021 in Kraft treten soll, soll es jedoch ermöglichen, dass der erzeugte Strom als Energiegemeinschaft von der Gemeinde im Eigenbereich genutzt werden kann. 

Daher möchte die Gemeinde im kommenden Jahr – nach Inkrafttreten des EAG – mit der Umsetzung dieses Projekts beginnen. Derzeit laufen die Vorbereitungen. Die Photovoltaik-Anlagen sollen auf Gebäuden wie  dem Feuerwehrhaus installiert werden, der Strom soll dann aber auch in anderen gemeindeeigenen Gebäuden genutzt werden können. „Im Sommer, wenn die Photovoltaik-Anlage auf der Volksschule die beste Leistung erbringt, hat diese geschlossen und kann den Strom nicht nutzen. Der Strom kann dann aber zum Beispiel im Gemeindeamt genutzt werden“, lässt Blasnek wissen. Auf dem Dach der örtlichen Volksschule gibt es bereits eine Photovoltaik-Anlage.

80.000 bis 90.000 Euro sollen so in den Ausbau erneuerbarer Energien in der Marktgemeinde investiert werden. Die Finanzierung übernimmt jedoch nicht die Gemeinde, sondern soll über Bürgerbeteiligung erfolgen. „Die Bürger erwerben Anteile an der Photovoltaik-Anlage. Das Kapital wird verzinst“, sagt der Bürgermeister. Hier gibt es unterschiedliche Varianten, welche letztlich zur Anwendung kommt, wird sich laut Blasnek „noch zeigen“.