Volksschul-Erweiterung in Rekordzeit gebaut

Neue Klassenräume sowie Sprachlabor und Bibliothek offiziell eröffnet. Kostenpunkt: rund 1,7 Millionen Euro.

Erstellt am 08. Oktober 2018 | 04:20
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Lilli, Niklas und Nisha freuen sich über den großen Schulgarten mit vielen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten. Koordiniert wurde das Projekt seitens der Kommune von VP-Gemeinderat Rudolf Puchinger, Birgit Pogatz war als Vertreterin der Förderstelle, der Landesgesellschaft „NÖ Familienland“, bei der Eröffnung dabei.
Foto: Burggraf

In nur sechs Monaten Bauzeit musste der Zubau in der Enzersdorfer Volksschule über die Bühne gebracht werden. Mitte März erfolgte der Baustart, Mitte August waren die Arbeiten beendet. Mit Schulbeginn konnten zwei zusätzliche Klassenräume, die unter anderem mit digitalen Tafeln ausgestattet sind, bezogen werden. Zudem entstanden ein Sprachlabor, das man für Deutsch- oder Englischstunden nutzen kann, eine Bibliothek samt Filmleinwand sowie eine Küche.

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Bürgermeister Markus Plöchl, Pflichtschulinspektorin Elke Wimmer, Direktorin Silvia Puchinger, EBSG-Chef Peter Schlappal, Landtagsabgeordneter Gerhard Schödinger, Bezirkshauptmann Peter Suchanek und Architekt Tibor Gaal bei der offiziellen Eröffnungszeremonie vor dem Schulzubau.
Foto: Burggraf

Im Rahmen der Eröffnungsfeier am Freitag fiel daher nicht nur einmal das Wort „rekordverdächtig“. Insgesamt 1,7 Millionen Euro investiert der Gebäudeeigentümer, die Erste Burgenländische Gemeinnützige Siedlungsgenossenschaft (EBSG), in den Zubau. Allerdings übernimmt die EBSG lediglich die Vorfinanzierung, die Gemeinde als Schulerhalter zahlt der Genossenschaft die Baukosten monatlich in Raten zurück.

Teil des Projekts waren auch eine neue Bande sowie eine Raumabtrennung im Turnsaal mit Kosten von rund 150.000 Euro. Ebenfalls umgesetzt wurden der Einbau eines Lifts sowie der barrierefreie Zugang zum Schulgarten. Dieser wurde hinter der Schule auf einem Teil des ehemaligen Parkplatzes errichtet. „Auf dem Dach des Zubaus befindet sich zudem eine Photovoltaikanlage“, erläutert VP-Bürgermeister Markus Plöchl.

Erstmals Direktorin ohne eigene Klassen

Für Direktorin Silvia Puchinger wurde mit dem Dachausbau „etwas Großartiges auf die Beine gestellt“. Sie betont, dass sie und ihr Team bei der Umsetzung, etwa der Einrichtung, viel mitentscheiden konnten. Die Erweiterung ist in erster Linie einem anhaltenden Babyboom in Enzersdorf und Margarethen sowie dem enormen Zuzug in beiden Katastralgemeinden geschuldet. So besuchen aktuell insgesamt 111 Kinder die Volksschule.

Das hat übrigens auch organisatorische Auswirkungen: Erstmals in der Geschichte der Enzersdorfer Volksschule gibt es eine vom Unterricht freigestellte Direktorin. Puchinger steht daher nicht mehr selbst in der Klasse, was sie auch ein wenig traurig stimmt: „Ich unterrichte einfach sehr gerne.“ Sie habe jedoch ein tolles Team an ihrer Seite, ist die Direktorin voll des Lobes für ihre Lehrerinnen.