Werner Köstinger hört mit seinem Bio-Ziegenhof auf. Gesundheitliche Probleme zwingen 56-Jährigen, aus Berufsleben auszusteigen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 01. März 2019 (04:09)
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Fünf Jahre lange widmeten sich Claudia und Werner Köstinger ihrem Ziegenhof – hier 2014 mit dem damaligen SP-Gemeinderat Leo Heuber.
NÖN Archiv/privat

Vor rund fünf Jahren übersiedelten Werner und Claudia Köstinger mitsamt ihren 25 Ziegen aus Himberg nach Enzersdorf. Auf ihrem kleinen Hof am Dreifaltigkeitsplatz wurde fortan gewohnt und gearbeitet. Denn aus der Ziegenmilch stellte die Familie Milch, Topfen und sogar Camembert her. „Wir hatten schlussendlich 35 verschiedene Produkte“, erzählt Köstinger im NÖN-Gespräch.

"Ich muss auf meinen Körper hören"

Seit Anfang des Jahres ist mit dem jedoch Schluss, der Bio-Ziegenhof ist seither geschlossen. Grund dafür sind die anhaltenden gesundheitlichen Probleme von Werner Köstinger. „Ich wurde zum vierten Mal an der Wirbelsäule operiert. Ich darf nichts Schweres tragen oder heben. Ich muss auf meinen Körper hören, schließlich will ich noch einige Jahre auf meinen eigenen Füßen gehen und nicht im Rollstuhl sitzen“, betont der 56-Jährige.

Der Entschluss sei ihm sehr schwergefallen. „Es ist sehr schade. Aber wenn man einen Hof betreibt, dann muss man das zu 100 Prozent machen. Und das geht nicht mehr“, hält Köstinger fest. Aufgrund seiner Rückenprobleme sei er schon seit eineinhalb Jahren in Pension. Seine Söhne hätten anderweitige berufliche Pläne und Gattin Claudia arbeitet Vollzeit in Wien. Die Ziegen bleiben aber am „Hof“. „Sie sind seit 15 Jahren meine Wegbegleiter. Einfach verkaufen geht da nicht“, unterstreicht Köstinger.