Fischamend

Erstellt am 15. März 2019, 04:08

von Gerald Burggraf

Der nächste Schritt für Lukas Wannasek. Lukas Wannasek ist nicht mehr Geschäftsführer der EVM. Sein beruflicher Fokus liegt künftig auf der Wissenschaft.

Neben seiner freiberuflichen Tätigkeit bei der EVM wird Lukas Wannasek der Biogas-Anlage, im Speziellen der Bio-Methan-Tankstelle, als Kunde erhalten bleiben.  |  privat

Lukas Wannasek hat sich mit Anfang März aus dem operativen Geschäft der Biogas-Anlage zurückgezogen. Der 29-Jährige begann 2012 als Projektleiter bei der „Energieversorgung Margarethen GmbH“ (EVM). In den vergangenen drei Jahren war Wannasek neben EVM-Eigentümer Stefan Malaschofsky Geschäftsführer, wobei der Schwadorfer für den operativen Teil zuständig war. Malaschofsky ist ab sofort alleiniger Geschäftsführer.

Im Betriebsablauf bleibe alles unverändert, hält Wannasek im NÖN-Gespräch fest. „Wir haben eine sehr flache Hierarchie“, betont er. Seine Agenden werden im Team aufgeteilt. „Meine Hauptaufgaben waren die Strukturierung des operativen Betriebes und der Ausbau unseres regionalen Energieversorgers. Im operativen Bereich gibt es daher kaum Änderungen“, erläutert Wannasek.

Sein Abschied von der EVM war schon länger geplant. „Es ist Zeit für mich, den nächsten Schritt zu gehen“, lässt Wannasek wissen. Um die seit rund einem Jahr wachsenden Projekte bearbeiten zu können, brauche er freie Zeitressourcen, die nun vorhanden sind.

Freiberuflich bleibt Wannasek EVM treu

Dennoch wird es auf freiberuflicher Basis weiterhin zu Überschneidungen mit der EVM kommen. „Ich bleibe dem Thema natürlich treu. Allerdings werde ich es aus dem wissenschaftlichen Bereich bearbeiten sowie weitere Branchen-Projekte in der Umsetzung nebenher unterstützen“, erklärt er. Der Fokus liege nun mehr auf der universitären Projektschiene. Hauptakteur ist hier vor allem die Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien. Thematisch will sich Wannasek mit erneuerbarer und Bio-Energie, Nachhaltigkeit und Dezentralisierung tiefergehend auseinandersetzen.

Den Weg der EVM beschreibt er als zukunftsweisend. So werden zur Produktion Pferdemist oder Zwischenfrüchte und keine potenziellen Lebensmittel eingesetzt. „Wären die Rahmenbedingungen bessere, würde es noch mehr Spaß machen“, wünscht er sich eine verbesserte Gesetzeslage für Biogasanlagen.

Vor allem der in Margarethen eingeschlagene Weg mit Bio-Methan biete viele Möglichkeiten. „Man kann es ins Erdgasnetz einspeisen, verstromen oder auf der Treibstoffschiene einsetzen“, erklärt der 29-Jährige. Dass Letzteres konkurrenzfähig sei, zeige der Tankstellenbetrieb. „Ein Kilogramm Bio-Methan kostet derzeit weniger als einen Euro“, ergänzt er.