"Fensterl" gegen Corona-Depression. Bewohner aus der Schwechater Neufeldsiedlung sagen einander jeden Tag pünktlich um 17 Uhr "Hallo". So soll der Kontakt trotz Ausgangsbeschränkungen aufrecht erhalten werden.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 25. März 2020 (17:49)
"Fenstlern" als Dank an alle jene, die das Land am Leben halten.
privat

Initiator Alfred Eglhofer
Gerald Burggraf

Punkt 17 Uhr. Aus zahlreichen Häusern der Neufeldsiedlung in Schwechat erklingt ein kräftiges "Hallo". Die tägliche Verabredung habe die Neufeldsiedler um Initiator Alfred Eglhofer "Fensterln" genannt. "Uns ist wichtig, den Kontakt zu den Nachbarn nicht abreißen zu lassen", erklärt Eglhofer.

Vor allem die Kinder in der Nachbarschaft sehen das "Fensterln" als willkommene Abwechslung, weiß der Initiator. Die klare Botschaft der positiven Aktion in Zeiten der globalem Coronavirus-Pandemie ist: "Achten wir auf uns – achten wir aber auch auf unser nebenan", unterstreicht der Schwechater.