Ein Duo mit Feuerwehr-Gen in Rannersdorf. Neo-Chef Helmut Mauritz und sein Vize Martin Malik sind seit der Jugend dabei.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 05. Februar 2021 (04:13)
Vizestadtchef Christian Habisohn (SPÖ) mit Kommandant Helmut Mauritz.
Vizestadtchef Christian Habisohn (SPÖ) mit Kommandant Helmut Mauritz.

„Ich will Feuerwehrmann werden“, steht für Grisu, den kleinen Drachen, früh fest. Ähnlich wie bei der Zeichentrickfigur der 1970er- und 1980er-Jahre war bei Helmut Mauritz und Martin Malik bereits in der Kindheit klar, dass die Feuerwehr in ihrem Leben eine zentrale Rolle spielen wird.

Beide traten bereits der Nachwuchsgruppe bei und sind damit schon mehr als 30 Jahre dabei. Seit der Kommando-Wahl vor wenigen Tagen steht das Duo nun der Rannersdorfer Feuerwehr vor. Beide konnten sich der überwältigenden Stimmenmehrheit ihrer Mannschaft freuen. Mauritz ist an sich kein Unbekannter, war er doch die vergangenen 13 Jahre Stellvertreter von Langzeit-Kommandant Harald Bradengeyer.

Der 57-Jährige trat aus freien Stücken nicht mehr an und wollte so einen Generationswechsel an der Spitze einläuten. Dass Martin Malik den neuen Feuerwehrchef Mauritz als Stellvertreter unterstützen wird, stand mannschaftsintern schon länger fest. „Das war so vereinbart“, erklärt der 42-Jährige. Der neuen Verantwortung ist sich der vormalige Zugskommandant bewusst: „Sonst würde man das nicht machen. Ich bin selbst bei vielen Einsätzen dabei – es ist zwar freiwillig, aber sehr zeitintensiv.“ Die Feuerwehr bezeichnet der Berufsfeuerwehrmann als sein Leben, die Rannersdorfer Kameraden wären zudem Familie.

Die Kameradschaft streicht auch der neue Kommandant Helmut Mauritz hervor. Insgesamt sieht er „seine“ Feuerwehr gut aufgestellt, der Fokus liege wie in der Vergangenheit auf der Jugend. Denn Rannersdorf übernimmt die Nachwuchsarbeit für alle vier Wehren im Stadtgebiet. Im Vorjahr waren 19 Mitglieder dabei, zufriedenstellend für Mauritz. Aber: „Wir wollen weiter Werbung machen, etwa mit Vorträgen in Schulen“, so der Feuerwehrchef.

Neben der Jugend zählen die Rannersdorfer noch 89 Mitglieder und acht in der Reserve. Bei den Einsatzzahlen liegt man mit 82 wie im Vorjahr hinter Schwechat (389) und Mannswörth (115), das liegt am fehlenden Einsatzgebiet auf der Autobahn. Mehr als die Hälfte der Einsätze waren dennoch technische wie Unfälle. Dazu kamen zehn Brände und 20 Fehlalarme.