Aus für Veranstaltungen - Infrastruktur fehlt. Die Feuerwehr Fischamend musste den Schüttboden der Familie Pecina räumen. Im aktuellen Zustand bekommt das Gebäude keine Betriebsstättengenehmigung. 

Von Nicole Frisch. Erstellt am 04. August 2021 (05:44)
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Im Schüttboden der Familie Pecina finden keine Veranstaltungen mehr statt.
Nicole Frisch

Jahrelang wurde der Schüttboden der Familie Pecina für Veranstaltungen genutzt. Die Feuerwehrfeste fanden darin statt, ebenso wie Veranstaltungen der Kleintierzüchter oder auch des Krampusvereins. In Zukunft wird es in dem ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäude auf der Enzersdorfer Straße aber ruhig bleiben. 

Miteigentümerein Johanna Pecina bestätigt, dass der Schüttboden künftig für keine Veranstaltungen mehr genutzt werden kann. Sie verweist auf familieninterne Uneinigkeiten – das Gebäude befindet sich im Gemeinschaftsbesitz.

„Durch die Veranstaltungen ist Leben in den Schüttboden gekommen. Jetzt ist das Gebäude tot.“ Johanna Pecina Miteigentümerin

Als Konsequenz musste die Feuerwehr das Gebäude räumen. Davon erfahren hat Kommandant Christian Pichler in Form eines eingeschriebenen Briefes. „Wir haben viel investiert, innerhalb von drei Monaten mussten wir alles räumen“, erzählt er.

Der Großteil der Infrastruktur in dem Gebäude wurde von der Feuerwehr hergestellt. Dies musste alles zurückgebaut werden, sodass die grundlegende Infrastruktur nun fehlt. „Im Moment bekommt man dafür keine Betriebsstättengenehmigung“, lässt Pecina wissen.

Insgesamt 16 Feste hat die Feuerwehr im Schüttboden abgehalten, das letzte im Jahr 2019. An diese erinnert man sich gerne zurück. „Es waren schöne Feste und es ist schade, dass das jetzt nicht mehr geht“, so Pichler. Er ist aber zuversichtlich, dass sich etwas Neues finden wird.

Wo und wie die Feuerwehrfeste künftig stattfinden werden, ist allerdings noch unklar. Wegen der Pandemie wird dieses Jahr aber ohnehin kein Feuerwehrfest ausgerichtet werden. Überlegungen gibt es, in Zukunft bei Gemeindeveranstaltungen mit einem Stand vertreten zu sein oder ein eintägiges Fest zu organisieren.

Das Veranstaltungs-Aus im Schüttboden findet auch Miteigentümerin Johanna Pecina schade. „Durch die Veranstaltungen ist Leben in den Schüttboden gekommen. Jetzt ist das Gebäude tot“, sagt sie im Gespräch mit der NÖN.

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