Flughafen-Spange bringt Ausbau der Schnellbahn

Erstellt am 22. Juni 2022 | 05:37
Lesezeit: 3 Min
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Die Pläne waren in Fischamend in der Mittelschule ausgestellt und wurden von den Projekt-Betreuern von ÖBB Infra erläutert.
Foto: Susanne Müller
Die Flughafen-Spange wurde nun auch in Fischamend der Bevölkerung vorgestellt.
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Der derzeitige Planungsstand der Flughafen-Spange wurde nun auch in Fischamend vorgestellt. Auch dort standen viele Anrainer dem Projekt skeptisch gegenüber.

Tatsächlich ist es aber so, dass die Flughafen-Spange selbst das Fischamender Stadtgebiet nur sehr am Rande streifen wird. „Die jetzige Spange ist weiter weg vom Stadtgebiet als es die Götzendorfer Spange gewesen wäre“, sagt Projektleiter Christian Trummer.

Von der Ausfahrt aus dem Pistentunnel des Flughafens entlang des Flughafen-Zauns, werde die Bahn noch auf recht niedrigem Niveau unterwegs sein. Nach der Deponie geht es Richtung Enzersdorf, wo die Züge dann schon wieder in den Tunnel abtauchen, der künftig die Fischa unterqueren soll.

Zwei-Stunden-Takt zwischen Wien und Budapest

Letztendlich ist für die Hochleistungsstrecke, die für maximal 250 km/h ausgelegt ist, ein Zwei-Stunden-Takt zwischen Wien und Budapest im Gespräch. Der Lückenschluss zwischen dem Flughafen und Bruck ist das erste Teilstück, das dafür errichtet wird.

Gleichzeitig mit dem Bau der Spange soll aber in Fischamend auch eine deutliche Aufwertung der S7 erfolgen. Die Züge der bestehenden Schnellbahn-Strecke sollen künftig im Viertel-Stunden-Takt verkehren.

„Dafür brauchen wir ein zweites Gleis, damit die Züge viermal pro Stunde fahren können“, erklärt Trummer. Über weite Strecken des Stadtgebiets wird also ein zweites Gleis verlegt. Nur ein kurzes Stück soll eingleisig bleiben, auf dem die nötige Breite nicht machbar ist, weil sich Häuser zu knapp an den Schienen befinden. Für die Anrainer soll dies jedenfalls einen positiven Effekt haben.

„Im Zuge der Errichtung eines zweiten Gleises ist der gesamte Unterbau sowie Oberbau neu herzustellen. Dies wirkt sich auch positiv auf Lärm sowie Erschütterung aus“, so Trummer. Außerdem werden die Eisenbahn-Kreuzungen im Stadtgebiet technisch aufgerüstet. Im gesamten Projektgebiet werde es Lärm-Untersuchungen geben. Zudem wird die bestehenden Railjet-Waschanlage verlegt. Ebenso wie die derzeitige Güterlinie, die etwa zur Firma Swietelsky fährt. Letzteres sorgt vor allem bei den betroffenen Landwirten für Unmut.

Am Stadtrand Richtung Maria Ellend wird außerdem eine Wendeanlage errichtet. „Die wurde auf Basis einer Idee der Gemeinde weiter Richtung Osten aus der Stadt verlegt. Eine Untersuchung ergab, dass dies auch für den Eisenbahnbetrieb positiv ist“, so Trummer.

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