Geplante Rückwidmung: Grünoase um den Wasserturm. Areal soll als Naturraum erhalten bleiben. Verbauung mit Reihenhäusern ist vom Tisch.

Von Stefanie Cajka. Erstellt am 02. Oktober 2019 (05:24)
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Jürgen Punz, Thomas Ram, Stephan Pernkopf, Gerald Baumgartlinger und Oliver Hausner mit Tochter Marlies beim Setzen der Bäume am Wasserturm-Grundstück.
Presseteam Fischamend

Beim Wasserturm ist ein Teil des Grundstücks entlang der Smolekstraße als Bauland gewidmet. Zu früheren Zeiten habe es nämlich Überlegungen gegeben, dort Reihenhäuser zu errichten. Nun hat Bürgermeister Thomas Ram (Liste RAM) vor, dieses Bauland in Grünland rückzuwidmen.

„Wir wollen bewusst ein Zeichen setzen, dass wir nicht alles verbauen, sondern auch Grünoasen innerhalb der Gemeinde erhalten und absichern für zukünftige Generationen“, führt Ram im NÖN-Gespräch aus. Sein Plan sei es, dass das Grundstück rund um den Wasserturm eine Naturoase werden bzw. bleiben soll. Dafür seien Ram zufolge verstärkt Blumenwiesen und Bepflanzungen geplant, die vor allem den Bienen und Schmetterlingen zugutekommen. Außerdem könne sich der Bürgermeister auch eine Kooperation mit den Imkern vorstellen. So wäre es eine seiner Ideen, einen Schaubienenstock und Infotafeln vor Ort zu platzieren und so den Kindern die Natur nahezubringen.

Wir wollen bewusst ein Zeichen setzen, dass wir nicht alles verbauen, sondern Grünoasen erhalten.“ Bürgermeister Thomas Ram (Liste RAM)

Gleichzeitig weist Ram aber darauf hin, dass das Grundstück kein Park werden soll, der rund um die Uhr zugänglich ist. Vielmehr soll dort der Natur Platz gegeben werden; der Bevölkerung soll der Zugang nur zu gewissen Zeiten möglich sein. „Im Mittelpunkt soll die Natur stehen und weniger die Nutzung“, betont Ram. Wie lange das Grundstück dann für die Allgemeinheit geöffnet wird, dazu will sich der Stadtchef noch nicht äußern. „Das entscheide ich nicht alleine“, hält er fest.

Das Grundstück rund um den Wasserturm soll auch in Zukunft nicht bebaut werden.
Burggraf

Zurzeit handelt es sich bei der geplanten Rückwidmung ohnehin noch um ein Vorhaben, das erst im Gemeinderat beschlossen werden muss. Laut Ram sei der Raumplaner der Stadtgemeinde derzeit damit beauftragt, das vorzubereiten.

Von der Liste Schuh dürfe das Vorhaben Zuspruch erhalten. Im Gespräch mit der NÖN weist Gemeinderätin Renate Strauss darauf hin, dass ihre Fraktion bereits im letzten Wahlkampf gesagt habe, dass die Fläche rund um den Wasserturm nicht verbaut werden soll. Ihr zufolge würden sie demnach auch im Gemeinderat der geplanten Rückwidmung zustimmen. „Ich finde das sehr vernünftig, dass das Wasserturmgebiet ein Naherholungsgebiet bleiben soll“, betont Strauss.

Bei der SPÖ hält man sich diesbezüglich noch bedeckt. Die SP-Vorsitzende Andrea Kerb sagt, dass man das erst intern besprechen müsse. Aufgrund dessen wollte sie sich diesbezüglich noch nicht äußern. „Aber prinzipiell ist die Idee nicht schlecht“, ergänzt Kerb.

Symbolisch wurden Bäume gepflanzt

Als Zeichen für die geplante Rückwidmung vom Bauland zum Grünland wurden auf dem Areal im Beisein von Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (VP) symbolisch ein paar Bäume gepflanzt. „Im Rahmen des Ökologiekonzepts werden das dann natürlich mehr werden“, betont Bürgermeister Ram.

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