Jubiläum: Von der Dorfbücherei zum Mediencenter. Die Fischamender Stadtbibliothek feiert nächstes Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Seit der Gründung hat sich einiges getan.

Von Stefanie Cajka. Erstellt am 15. April 2019 (05:50)
PTF
Anita Burger, Kulturstadtrat Michael Burger (Liste RAM), Bibliotheksleiterin Anita Thunshirn und Bürgermeister Thomas Ram (Liste RAM).

Im Jahr 1970 wurde die heutige Stadtbibliothek (damals noch Gemeindebibliothek) in der damaligen Marktgemeinde Fischamend unter Bürgermeister Matthias Setzer gegründet und von Adalbert Melichar aufgebaut. Da zu Beginn noch relativ wenige Medien verfügbar waren, habe Melichar begonnen, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und so Werbung für die Bibliothek zu machen. „Ich habe begonnen, berühmte Leute anzureden, dass sie nach Fischamend kommen“, führt er aus, „das hat der Bibliothek ein riesiges Image gebracht.“

Um die Jahrtausendwende wurde die Bibliothek in vier Segmente unterteilt, nämlich in Bibliothek, Literatur-Bar, Studiothek und Mediathek. Letztere verfügte damals über sieben PCs, was laut Melichar zu dieser Zeit vorbildlich war.

Burggraf
Adalbert Melichar baute die heutige Stadtbibliothek ab 1970 kontinuierlich aus.

Auch heute ist das Angebot der Bibliothek umfangreich, der derzeitige Stand betrage der Leiterin Anita Thunshirn zufolge rund 6.000 Medien. Neben Büchern werden auch DVDs oder Hörbücher angeboten und in Zukunft sollen auch „Tonieboxen“ (Hörspiele für Kinder, Anm.) angekauft werden. Denn gerade mit der Volksschule und den Kindergärten kooperiere man viel. „Wir haben regen Besuch von der Volksschule Fischamend“, führt sie aus. Außerdem versorge man auch die Kindergärten sowie die Kinderkrippe mit Bilderbüchern. Ein besonderes Highlight stellt das „Bilderbuchkino“ dar, das vonseiten der Bibliothek in den drei Kindergärten der Stadtgemeinde veranstaltet wird. Dabei wird vor Ort aus einem Bilderbuch vorgelesen und die Bilder daraus auf eine Leinwand projiziert. „Das gefällt den Kindern total gut“, freut sich Thunshirn.

Außerdem gibt es seit rund einem Jahr ein Bibliothekscafé, das alle 14 Tage stattfindet.

Vorbeikommen kann laut Thunshirn jeder, der gerne liest und über Bücher plaudert. „Das wird sehr gerne in Anspruch genommen“, führt Thunshirn aus.

Die Bibliothek wird seit knapp zwei Jahrzehnten von Thunshirn geleitet, die sich auch um die Vorbereitungen für das Jubiläum im nächsten Jahr kümmert. Definitive Pläne gäbe es zwar noch nicht, allerdings soll es natürlich Festlichkeiten zum Jubiläum geben.