Jungen Hund in die Eiseskälte verbannt: Gerichtsurteil

„Er ist meine Kinder angegangen“, erklärt ein vierfacher Familienvater, warum er jungen Vierbeiner angeleint im Freien hielt.

Erstellt am 04. April 2018 | 10:01
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symbolbild hund welpe traurig
Symbolbild
Foto: Damix/Shutterstock.com

Mit „jein“ beantwortet der 24-jährige Fischamender die Schuldfrage vor Gericht. Er habe sich nichts Böses dabei gedacht und es sei ihm nicht bewusst gewesen, dass der sechseinhalb Monate alte Mischlingshund angeleint im Freien Qualen erleidet. „Er ist meine Kinder angegangen, deshalb habe ich den Hund nach draußen verbannt“, erklärt der vierfache Familienvater. An Tierquälerei will er dabei nicht gedacht haben.

"Tierheim? Das hätte Geld gekostet"

„Sie haben den jungen Hund über Tage bei Minusgraden und großer Nässe im Freien angeleint gehalten. Eine Anrainerin sah den bibbernden Hund, ein Häufchen Elend, und sie alarmierte die Tierrettung. Warum haben Sie den Hund nicht ins Tierheim gebracht?“, will Richter Manfred Hohenecker wissen. Er sei ja dort gewesen, kommt es leise, aber „das hätte Geld gekostet, fast an die 300 Euro“.

„Viel Geld für einen vierfachen Familienvater. Aber wenn man sich ein Tier ins Haus holt, muss man vorher an etwaige Probleme denken und Vorsorge treffen. Man kann doch einen jungen Hund nicht einfach in die Kälte verbannen. Sie haben dem Tier unnötige Qualen zugefügt“, entgegnet der Richter harsch. Er verhängt über den bislang unbescholtenen Familienvater wegen Tierquälerei zwei Monate bedingt.