Römische Funde auf der Baustelle des Seniorenzentrums. In den nächsten Monaten sind archäologische Grabungen geplant. Zu Verzögerungen des Baus in Fischamend soll es nicht kommen.

Von Stefanie Cajka. Erstellt am 28. Juni 2020 (05:23)
Die Grabungskosten sollen laut Bürgermeister Thomas Ram von der Gemeinde übernommen werden, da die Grundstücke in Gemeindebesitz sind.
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Auf den Grundstücken an der Hainburger Straße, auf denen das neue Seniorenzentrum entstehen soll, wurden römische Funde gemacht. Die Ergebnisse der archäologischen Arbeiten, die in den nächsten Monaten durchgeführt werden, sollen danach der Bevölkerung präsentiert werden.

Mit den archäologischen Grabungen ist die Firma „Novetus“ beauftragt. Diese hat bereits zwei Testgrabungen durchgeführt. Dabei sei man laut Grabungsleiterin Michaela Binder auf römische Funde gestoßen. „Wir haben eine Bruchsteinmauer gefunden, die einen halben Meter hoch erhalten ist“, erklärt sie.

Laut Novetus-Geschäftsführer Alexander Stagl sei historischen Quellen zufolge davon auszugehen, dass es im römischen Fischamend ein Legionslager gegeben habe. Sonst sei über das römische Fischamend aber recht wenig bekannt, da bisher keine großen Bereiche ausgegraben wurden. Aus diesem Grund seien die Grabungen am Baugrund des geplanten Seniorenzentrums sehr wichtig für die Forschung, so die Grabungsleiterin.

Die Grabungen sollen laut Binder circa vier Monate dauern. Laut Bürgermeister Thomas Ram (Liste RAM) soll versucht werden, dass es dabei zu keinen zeitlichen Verzögerungen des Bauvorhabens kommt. Die Gemeinde habe außerdem Interesse daran, dass die Grabungsergebnisse der Bevölkerung präsentiert werden. „Ich freue mich sehr, weil die römische Geschichte von Fischamend wiedermal bewiesen ist“, so Ram.