Uneinigkeit über Gemeindewohnhaus-Abriss. Das Gemeindewohnhaus am Kirchenweg 4 soll abgerissen und der Friedhofsvorplatz neu gestaltet werden. Die Liste Schuh zeigte sich davon nicht begeistert.

Von Stefanie Cajka. Erstellt am 17. Januar 2020 (04:45)
135.000 Euro sind für den Abbruch des Gebäudes und die Neugestaltung des Platzes für das Jahr 2020 budgetiert.
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In der letzten Gemeinderatssitzung wurde beschlossen, dass das leer stehende Gemeindewohnhaus am Kirchenweg 4 direkt neben der Kirche St. Quirinus abgerissen werden soll. Nach den Abbrucharbeiten soll der Vorplatz zum Friedhofseingang neu gestaltet werden. Konkrete Ideen dafür sollen laut Bürgermeister Thomas Ram (Liste RAM) dann im neu gewählten Gemeinderat besprochen werden.

Für den Abriss und die Umgestaltung wurden für das heurige Jahr 135.000 Euro budgetiert. Während sich die Liste RAM sowie die SPÖ dafür aussprachen, gab es von der Liste Schuh Gegenwind. Sie lehnte diesen Antrag im Gemeinderat ab. „Das geht uns zu schnell vor der Wahl“, hält Renate Strauss (Liste Schuh) im Gespräch mit der NÖN fest.

Ihrem Standpunkt zufolge müsse man sich in Zukunft generell über Gemeindewohnungen unterhalten und sich ein umfassendes Konzept überlegen. Dieses Projekt hätte ihr zufolge ebenfalls im Zuge dessen besprochen gehört, bevor man sich zu einem Abriss entschließt. „Ich finde, wir müssen Taten setzen bzw. endlich ein Konzept erarbeiten — deswegen haben wir uns dagegen entschieden“, erklärt Strauss die Ablehnung.

„Es zahlt sich nicht aus, dass man das noch saniert“, führt Baustadtrat Jürgen Punz (Liste RAM) aus. Die Bausubstanz sei desolat, weshalb man das Gebäude abreißen will. Der Vorplatz des Friedhofs soll daraufhin neu gestaltet werden.