Kaum Räuber im Leopoldsdorfer Badeteich. Das Rotauge dominiert, der Raubfischbestand ist auf niedrigem Niveau.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 09. Januar 2021 (03:34)
Das Rotauge ist der dominante Fisch im Badeteich. Edvard Ellric
Edvard Ellric/shutterstock.com

Der Badeteich bietet keine optimalen Lebensbedingungen für die darin lebenden Fische. Dies ergab eine Fischzählung, die mit Ende der Badesaison vom technischen Büro DWS Hydro-Ökologie durchgeführt wurde. Die Ergebnisse sind typisch für einen Grundwassersee, der über weite Bereiche sauerstofffrei ist und in dem höhere Wasserpflanzen, sogenannte Makrophyten, fehlen. 

Insgesamt neun Fischarten wurden nachgewiesen. Der Badesee weist somit eine niedrige Individuendichte auf. Das Rotauge ist die dominante Fischart im Badeteich. 25 Prozent der Sichtungen entfielen auf diese Fischart. Bei den Raubfischarten dominiert der Flussbarsch. Der Raubfischbestand befindet sich insgesamt auf einem niedrigen Niveau. 

Ein Problem ist, dass emerse Wasserpflanzen fehlen. Dabei handelt es sich um Pflanzen, die teilweise oder zur Gänze über die Wasseroberfläche hinauswachsen. Diese dienen den Fischen als Nahrungsquelle sowie als Laichplätze. 

Die DWS Hydro-Ökologie soll nun auf Basis dieser Ergebnisse ein Sanierungskonzept erstellen. Details dazu gibt es laut VP-Bürgermeister Fritz Blasnek jedoch noch nicht. „Wahrscheinlich werden sich Maßnahmen auf die weitere Belüftung und die Bepflanzung konzentrieren“, hält er fest. Die Fische seien indes kein Thema.